Freitag, 30. April 2010

Niedrigster Lichtschutzfaktor ist Sechs

Wien - Endlich warm: "Sonne tanken" bedeutet für viele Menschen, die Kraftreserven aufzuladen. UV-Licht weckt die Lebensgeister, lässt die Hormone tanzen. "Licht hat positive, aber auch negative Auswirkungen", sagte dazu die Grazer Fachärztin für Dermatologie, Daisy Kopera. Sonnenstrahlen stimulieren die für die Knochen wichtige Vitamin D-Bildung und die Ausschüttung des Farbpigments Melanin, das für Bräune sorgt.Aber vor allem ist die Sonne im Verbund mit der Körperchemie des Menschen ein kleines "Glücks-Kraftwerk": Lichtsignale gelangen über die Netzhaut ins Gehirn und sorgen für die Ausschüttung des Nervenbotenstoffs Serotonin, das "Gute Laune-Hormon". Die Haut produziert unter Sonnenbestrahlung außerdem das Hormon Pro-Opio-Melanocortin, das die Ausschüttung des körpereigenen Glücklichmachers Beta-Endorphin veranlasst.

Penible Sauberkeit hat ihren Preis

Montreal/Aachen - All zuviel Sauberkeit trägt dazu bei, dass Menschen krank werden. Das behauptet der Mediziner Guy Delespesse von der Universität Montreal. "Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Hygiene und dem Auftreten von Allergien und Autoimmunerkrankungen", so der Immunologe. Je steriler das Umfeld eines Kindes ist, umso höher sei auch das Risiko, dass es später an einem dieser Krankheitsbilder leide.Sehr viele Faktoren dürften hinter diesem deutlichen Anstieg stecken, neben der Familiengeschichte etwa auch die Luftverschmutzung, die Allgegenwart verarbeiteter Speisen, erhöhter Stress oder Verhaltensweisen wie Rauchen. Der kanadische Allergieforscher zählt jedoch auch den ausbleibenden Kontakt des Menschen mit Bakterien dazu. "In den Regionen, in denen die sanitären Bedingungen gleich geblieben sind, stiegen das Vorkommen von Allergien und entzündlichen Erkrankungen nicht an", so Delespesse.

Donnerstag, 29. April 2010

Patienten mit Gallensteinen bleiben häufig beschwerdefrei

In Deutschland haben etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung Gallensteine. Die Steine können ganz unterschiedlich zusammengesetzt sein: In den westlichen Ländern sind sie zu über 90 Prozent cholesterinreich. Cholesterinsteine bilden sich, wenn die Galle mit Cholesterin übersättigt und die Gallenblase hypomotil ist. Der größte Risikofaktor ist eine hochkalorische, kohlenhydratreiche und ballaststoffarme Ernährung, so Professor Frank Lammert vom Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg. Außerdem gibt es noch schwarze und braune Pigmentsteine, berichtet der Gastroenterologe in seiner CME-Fortbildungseinheit "Steinbruch in der Gallenblase". Die schwarzen Steine entstehen, wenn die Bilirubinkonzentration in der Galle erhöht ist. Die braunen Steine dagegen bilden sich in den Gallenwegen, meist bei erhöhter Stase und bakterieller Besiedlung der Gallengänge, aber auch bei Parasiteninfektionen und wenn Nahtmaterial im Gallengang vorliegt.(ärztezeitung de)

Mittwoch, 28. April 2010

Grippeviren werden mit Fußangel gefesselt

Neue Influenzaviren können ohne Vorwarnung immer wieder vom Tier auf den Menschen überspringen, wie die Erfahrungen mit dem H5N1-Vogelgrippevirus oder jüngst mit dem Schweinegrippevirus belegen. Obschon der Mensch meist keine vorbestehende Immunität gegen solche Erreger hat, ist sein Körper den Eindringlingen nicht schutzlos ausgeliefert. Er verfügt über eine rasch mobilisierbare Abwehr, die dafür sorgt, dass sich die Influenzaviren nicht ungehemmt vermehren können.

Ein wesentliches Element dieses Schutzes besteht aus einem körpereigenen Protein, welches eindringende Viren in der Zelle abfängt und daran hindert, Nachkommen-Viren zu produzieren. Unter normalen Umständen ist dieses Schutzprotein Mx (für: Myxovirus-Resistenz) nicht in den Zellen vorhanden. Es wird erst kurzfristig nach Bedarf hergestellt, und dann in großen Mengen. Der Befehl zur Herstellung wird durch den natürlichen Botenstoff Interferon vermittelt, der von virusinfizierten Zellen ausgeschieden wird und dem Organismus den Virusbefall ankündigt. Dieser interferoninduzierte Schutzmechanismus ist für das Überleben einer Infektion mit Influenzaviren unerlässlich, wie Forscher experimentell dokumentiert haben. Wie genau das schützende Protein die Virusvermehrung blockiert, war bisher nur ungenügend verstanden, weil dessen Struktur trotz jahrelanger Anstrengungen von Wissenschaftlern mehrerer Forschungseinrichtungen nicht aufgeklärt werden konnte.

Dienstag, 27. April 2010

Seelisches Tief nach Pensionsantritt

Innsbruck - Rund ein Viertel der Österreicher läuft laut Experten Gefahr, einen Pensionsschock zu erleiden. Besonders betroffen sind Männer und jene Menschen, die in Jobs mit hohem Sozialprestige tätig waren, erklärte Ullrich Meise, Direktor der "Gesellschaft für Psychische Gesundheit - pro mente tirol", am bei einer Pressekonferenz. Als Paradebeispiel für Berufsgruppen mit besonders hohem Risiko nannte er Politiker. Problematisch kann es werden, wenn die Betroffenen dadurch in eine Depression schlittern.Es treffe vor allem Berufstätige, die ihren Job sehr gerne ausüben, den Großteil ihrer Sozialkontakte aus ihrem Arbeitsumfeld beziehen und andere Interessen zugunsten ihres Berufs zurückgestellt haben, führte Meise aus. Nach dem Ende ihrer beruflichen Laufbahn besteht für sie die Gefahr, in ein schwarzes Loch zu fallen.(der standard)

Genuss- oder Kettenraucher

Eine internationale Forschergruppe unter Beteiligung Greifswalder Wissenschaftler habe die genetische Veranlagung des Raucherverhaltens in den Nikotinrezeptoren nachgewiesen, teilte das Uni-Klinikum mit. Das soziale Umfeld bestimme zwar in der Regel, ob jemand Raucher wird. Später steuerten aber Gene, ob Menschen zu Genuss-, Gelegenheits- oder Kettenrauchern werden. Für die Studie unter Leitung der Oxford University wurden weltweit 41 000 Menschen untersucht.

Das Nikotin als wesentlicher Suchtstoff in der Zigarette entfaltet nach Angaben der Forscher im Gehirn über die Aktivierung sogenannter Nikotinrezeptoren seine stimulierenden Effekte. Diese Rezeptoren nehmen die Suchtstoffe auf und setzten anschließend "Glückshormone" wie die Neurobotenstoffe Dopamin und Serotonin frei. In der Studie sei nun erstmals nachgewiesen worden, dass die Zahl der täglich gerauchten Zigaretten durch bestimmte Variationen in den Genen der Nikotinrezeptoren beeinflusst werde, erklärte der Greifswalder Forscher Hans-Jörgen Grabe. Bislang sei man davon ausgegangen, dass das Suchtverhalten vor allem durch den unterschiedlichen Nikotinabbau durch Enzyme in der Leber beeinflusst wird.

Montag, 26. April 2010

"Harmlos ist eine Entzündung nie"

Eine Million Österreicher leiden regelmäßig unter Augenentzündungen - Augenarzt Markus Rossmann über Eigentherapie, Hausrezepte und schlechte Kontaktlinsen
Schlecht sitzende oder kaputte Kontaktlinsen, ein eingefangenes Staubkorn, Shampoo oder auch intensives Saunieren- Das rote Auge kann viele Ursachen haben, auch Hornhautverletzungen oder Regenbogenhautenzündungen. Schmerzen und Sehstörungen sind Alarmzeichen. Spätestens nach zwei Tagen wäre der Anruf beim Arzt ratsam, Selbstbehandlung ist meist der falsche Weg.

Sonntag, 25. April 2010

Lachen als Therapie

Frankfurt/Main - Lachclubs, Lachyoga, Lachtherapien - und sogar ein Weltlachtag: Jedes Jahr am ersten Sonntag im Mai brechen weltweit Zehntausende Menschen um 14.00 Uhr für drei Minuten in kollektives Gelächter aus. Die organisierte Heiterkeit soll nicht nur die Laune heben, das Gemeinschaftsgefühl stärken und den fernen Weltfrieden ein Stück näher rücken, sondern auch die körperliche Gesundheit bessern. Lachen ist gesund, weiß der Volksmund. Aber Mediziner tun sich erstaunlich schwer damit, diese Behauptung wissenschaftlich zu untermauern.

Samstag, 24. April 2010

Schädlicher Zucker in Fertigprodukten

Zucker in industriell gefertigten Lebensmitteln trägt maßgeblich zu Herzerkrankungen bei. Eine amerikanische Studie belegt eindeutig, wie ungünstig sich solche Zucker- und Süßstoffe auf die Blutfettwerte auswirken. Die Forscher der Emory Universität in Atlanta verglichen die Ernährungsgewohnheiten und die Blutfettwerte bei über 6.000 Erwachsenen.Der Konsum industrieller Süßstoffe schwankte unter den Teilnehmern zwischen umgerechnet drei und 46 Teelöffeln. Natürlichen Zucker etwa aus Obst oder Fruchtsäften berücksichtigten die Forscher nicht. Je mehr industriell zugesetzte Süßstoffe die Teilnehmer verspeisten, desto ungünstiger waren ihre Blutfettwerte. Das "gute" HDL-Cholesterin sank deutlich, und die schädlichen Triglyceride nahmen stark zu.

Freitag, 23. April 2010

Krebsforscher haben familiäres Risiko für Prostatakrebs berechnet

Das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, steigt mit der Anzahl direkter Verwandter, die von der Krankheit betroffen sind. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg errechneten jetzt die altersabhängigen individuellen Risiken in der größten Studie, die je zu familiärem Prostatakrebs durchgeführt wurde.
Dass Prostatakrebs "in der Familie liegt", wissen Ärzte seit langem: Männer, in deren Verwandtschaft die Krankheit bereits diagnostiziert wurde, haben ein erhöhtes Risiko, ebenfalls am Krebs der Vorsteherdrüse zu erkranken. Doch wie hoch ist das Risiko für den Einzelnen? Bei wem und in welchem Alter ist eine Früherkennungsuntersuchung dringend zu empfehlen?Forscher aus der Abteilung von Professor Kari Hemminki im DKFZ analysierten diese Fragen in der größten jemals veröffentlichten Studie zu familiärem Prostatakrebs, wie das DKFZ mitteilt. Es wurden Daten von 26 651 Prostatakrebspatienten erhoben. 5623 von ihnen stammten aus Familien, in denen die Erkrankung bereits aufgetreten war.

Ergebnis: Je mehr direkte Angehörige, also Brüder und Väter eines Mannes, betroffen sind, desto höher ist sein persönliches Risiko, ebenfalls an Prostatakrebs zu erkranken. So errechneten die Forscher, dass Männer bis zu 65 Jahren mit drei betroffenen Brüdern ein 23-mal höheres Erkrankungsrisiko haben als Männer ohne betroffene Angehörige (Kontrollgruppe).

Donnerstag, 22. April 2010

Klimaschutz mit gesunder Ernährung

Wien - Weniger Autofahren, gut Dämmen - wir wissen wie man Energie spart und damit das Klima schützt. Doch was trägt Ernährung zum Klimaschutz bei? Biolebensmittel aus der Region sind aus der optimalen Klimadiät nicht wegzudenken - und auch die Reduktion der Fleischportionen reduziert klimaschädigendes CO2.Biobauern sind Klimaschützer: 180.000 Tonnen CO2 werden durch die biologische Bewirtschaftung in Österreich eingespart. Der Biolandbau verzichtet konsequent auf den Einsatz von energieaufwendigen, synthetischen Mineraldüngern und setzt stattdessen auf organische Dünger wie Kompost oder Tiermist. So erzeugen Biobetriebe, bezogen auf die Endprodukte, durchschnittlich 25 % weniger Treibhausgase als konventionelle Betriebe. Und mittlerweile ist in Österreich so gut wie jedes Lebensmittel in bester Bioqualität erhältlich.

Der österreichische Fleischkonsum liegt weit über den ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen. Maximal drei Portionen Fleisch oder Wurst pro Woche werden empfohlen - neun Portionen sind jedoch Realität. Die Tierhaltung braucht 80 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Für die Produktion von 1.000 kcal aus Rindfleisch werden rund 31,2 m2 Fläche gebraucht, für die Erzeugung der gleichen Energiemenge aus Gemüse nur 1,7 m2. Die Herstellung von 1 Kilo Rindfleisch erzeugt 6.450 g CO2, die Herstellung von 1 Kilo Gemüse nur 150 g. Kleinere Fleischmengen und der Genuss des sonntäglichen Bratens in Bioqualität sind aktiver Klimaschutz. (der standard )

Pandemie von 1918 bewahrte Ältere vor Schweinegrippe

Die katastrophale Influenza-Pandmemie am Ende des Ersten Weltkrieges mit geschätzten 50 Millionen Toten hat sich offenbar stärker in das kollektive immunologische Gedächtnis eingebrannt als bislang vermutet - und dadurch gerade ältere Menschen vor der Pandemie des vergangenen Jahres geschützt, vermuten US-Forscher. So haben ältere Menschen noch schützende Antikörper gegen das H1N1-Virus von 1918, dessen Abkömmlinge bis weit in die 50er Jahre zirkulierten. US-Forscher konnten solche Antikörper bei älteren Menschen isolieren und zeigen, dass sie auch wirksam das H1N1-Virus von 2009 neutralisieren (J. Virology 84, 2010, 3127). Eine weitere Forschergruppe konnte dies in Tierexperimenten bestätigen: Wurden Mäuse gegen das 1918er Virus geimpft, waren sie auch immun gegen die Schweinegrippe. Umgekehrt waren gegen H1N1/2009 geimpfte Tiere ebenfalls immun gegen das rekonstruierte Virus von 1918. Die geimpften Mäuse waren jedoch nicht gegen saisonale Grippeviren geschützt, berichtet eine Arbeitsgruppe um Dr. Gary Nabel aus Atlanta (ärzte zeitung de )
www.medicalreport.at

Ein krankes Herz spricht nicht gegen die Sauna

Regelmäßige Saunabesuche stärken die Abwehr und lindern chronische Atemwegserkrankungen. Auch Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen können davon profitieren.
"Es gibt immer noch viele Vorurteile im Zusammenhang mit Saunagängen", sagte Privatdozent Rainer Brenke von der Hufeland-Klinik Bad Ems. Dazu gehöre etwa, dass bei Patienten mit Herzerkrankungen oder Hypertonie in Sachen Sauna Vorsicht geboten sei. Dies sei so pauschal nicht richtig, wie Brenke bei einer von dem Unternehmen Steigerwald unterstützten Veranstaltung betonte. Bei Patienten mit konventioneller arterieller Hypertonie ohne Folgeschäden seien regelmäßige Saunagänge im Gegenteil sogar indiziert, weil sie langfristig den Gefäßquerschnitt vergrößerten und damit den peripheren Widerstand und so letztlich den Blutdruck senkten. Verzichtet werden sollte lediglich auf die Nutzung des Tauchbeckens, weil es dabei zu Blutdruckspitzen kommen könne, so Brenke. Gegen kalte Güsse oder kaltes Duschen spreche aber nichts.
(ärzte zeitung de )

Mittwoch, 21. April 2010

Nach Rauchverbot ein Drittel weniger Infarkte in Toronto

Über zehn Jahre haben Forscher die Auswirkungen des Rauchverbots untersucht (Canadian Medical Association Journal, online). Verglichen wurden dabei die Raten von Notaufnahmen ab 1996 (drei Jahre vor einem ersten Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden) mit der Zeit von 2004 bis 2006 (nach Einführung des heutigen strengen Rauchverbots).

Ergebnis: Die Rate der Patienten mit akuten Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Angina pectoris und Schlaganfall sank in dieser Zeit in den Kliniken um 39 Prozent, die Rate der Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen wie Asthma, COPD-Exazerbation sowie Bronchitis und Pneumonie sank um 33 Prozent. (ärzte zeitung de)

Dienstag, 20. April 2010

Potenzmittel im Test

Schätzungen zufolge hat jeder zweite Mann über vierzig schon einmal Erfahrung mit der sogenannten „erektilen Dysfunktion" (ED) gemacht. So häufig Potenzstörungen auftreten, so verschämt wird darüber geschwiegen. Der Verein für Konsumenteninformation hat sechs in Österreich zugelassene Präparate für die Diagnose erektile Dysfunktion (ED) bewertet, darunter PDE-Hemmer wie Viagra & Co. Fazit: Bevor Mann zu Potenzmitteln greift, sollte sich dieser unbedingt ärztlich untersuchen lassen.Bei PDE-Hemmern wie Viagra handelt es sich nicht um Aphrodiasiaka, sie helfen nicht bei Libidostörungen. Voraussetzung für die Wirksamkeit ist, dass ein sexuelles Verlangen vorhanden ist. Nutzen und Risiken einer Einnahme müssen bei der ärztlichen Untersuchung sorgfältig abgewogen werden. Die Langzeitwirkung der Mittel ist noch nicht ausreichend erforscht", so „Konsument"-Gesundheitsredakteur Bernhard Matuschak. „Viagra ist eigentlich ein Herzmedikament. Werden nitrathaltige Medikamente zur Behandlung bestimmter Herzkrankheiten, wie etwa Angina pectoris, eingenommen, darf das Präparat nicht angewendet werden.
Auf Viagra & Co verzichten muss auch, wer unter schweren Herz- Kreislauf- sowie Lebererkrankungen leidet, vor Kurzem einen schweren Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten hat und sehr niedrige Blutwerte aufweist." Zudem können Lebensmittel wie etwa Grapefruitsaft Nebenwirkungen verursachen.

Erste Erfolge bei erblicher Netzhauterkrankung

Für zwei erbliche Netzhauterkrankungen erzielten Ärzte mit Gentherapie erste Erfolge: Einerseits bei einer seltenen Form der Leberschen kongenitalen Amaurose (LCA), an der etwa 200 Patienten in Deutschland leiden. Durch einen Defekt im sogenannten RPE65-Gen ist bei ihnen die Bildung des Sehpigments gestört, berichtet Professor Birgit Lorenz vom Universitätsklinikum Gießen und Marburg. Bei der Gentherapie injizieren die Ärzte virale Vektoren, die sie zuvor mit einer korrekten Version von RPE65 bestücken, unter die Netzhaut des Auges. Die Vektoren legen das Gen in den Pigmentzellen der Netzhaut ab, die daraufhin das korrekte Protein herstellen. Danach setzt die Bildung des funktionellen Sehpigments wieder ein. "Eine erste Anwendung dieser Therapie an 18 Patienten in England und den USA hat gezeigt, dass sich die Sehleistung - vor allem bei jungen Patienten - langfristig bessert", berichtet Lorenz.

Montag, 19. April 2010

Zwiebel statt künstlicher Konservierungsmittel

Barcelona - Rohe Zwiebel sind gesund und eignen sich hervorragend dazu, Nahrung länger haltbar zu machen. Zu diesem Schluss kommen spanische Forscher im "International Journal of Food Science and Technology". Sie suchten in Extrakten von drei Zwiebelsorten nach antioxidant sowie antimikrobiell wirkenden Inhaltsstoffen. Mehrere der gefundenen Substanzen zeigten sich als wirkungsvolle Gegenmittel für Bakterien, die Lebensmittel vergiften oder zersetzen.Fündig wurden die Forscher vor allem in den Essigester-Lösungen einer gelben Zwiebelart. Hier entdeckten sie Quercetin und Kaempferol, zwei auch "Flavonoide" genannte wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die besonders gute antibakterielle Wirkung haben. So hemmen sie etwa das Wachstum der Erreger Bacillus cereus, Staphylococcus aureus, Microcroccus luteus und Listeria monocytogenes. Bei Escherichia coli und Pseudomonas aeruginosa wirken die Zwiebelstoffe allerdings weniger, bei Candida albicans gar nicht.(der standard)

Tanzen bessert Balance und Gangsicherheit

Tanzen macht älteren Menschen nicht nur Spaß, sondern bessert auch Gleichgewicht und Gangsicherheit. Das stellten Forscher von der University of Missouri fest, die Senioren bei einer Tanztherapie eine spezielle Schrittkombination lehrten. Weiterhin erwarten sie, dass diese ursprünglich an Krebspatienten gerichtete Lebed-Methode, auch Healthy Steps genannt, die Sturzgefahr verringert.

Sonntag, 18. April 2010

Vulkanausbruch, gefahr für Asthmatiker

Ein Ende des Vulkanausbruchs ist nicht in abzusehen. Er könnte noch Wochen dauern. von der Aschenwolke gehen nach Auffassung von Lungenärzten derzeit keine direkten Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung von Deutschland aus. Asthmatiker sollten jedoch vorsichtshalber ein Asthmaspray bereithalten und die weitere Entwicklung verfolgen. Die Aschenwolke zieht etwa in der Höhe von sechs Kilometern über Deutschland hinweg. Aufgrund der großen Entfernung von der Eruption sei Deutschland nicht mit akut hohen Belastungen an einatmenden Partikeln zu rechnen. Zwar erscheint ein geringfügiger Aschefall bei uns möglich, dieser sei dann aber kaum intensiver als etwa ein Niederschlag von Sandpartikeln , die gelegentlich nach Sandstürmen in der Sahara vom Nordwind nach Europa transportiert weden. (ärzte zeitung de)

Samstag, 17. April 2010

Voller und leerer Magen fördern Reisekrankheit

Reiseübelkeit ist vor allem bei Kindern zwischen zwei und zwölf Jahren sehr verbreitet. Das Risiko lässt sich aber mit einigen einfachen Maßnahmen deutlich vermindern. So sollten empfindliche Kinder weder nüchtern noch mit vollem Magen eine Auto-Boots oder Flugreise antreten, sondern vorher eine Kleinigkeit essen. Während der Autofahrten sollten sie nach vorne schauen, sich nicht mit einem Buch oder Spiel beschäftigen, sondern sich auf Dinge konzentrieren , die weit entfernt liegen und sich bewegen, wie eetwa ein langsam am Horizont vorbeiziehender Waldrand. Wenn ein Kind hingegen auf etwas Unbewegliches, zum Beispiel einem Gameboy , blickt, senden Augen das Signal "keine Bewegung" , das Gleichgewichtsorgan hingegen das Signal "Bewegung" an das Gehirn und verursachen eine Art Orientierungslosigkeit, die Schwindel und Übelkeit auslösen. Legt ein Kind seinen Kopf auf einen Polster , schaukelt der Kopf hin und her und steigert diesen Effekt.

Freitag, 16. April 2010

Macht Kiffen verrückt

Akute Studien weisen auf ein erhöhtes Psychosse Risiko bei Cannabiskonsum hin. Selbsttest im Netz hilft bei Selbseinschätzung. Tatsächlich weisen aktuelle wissenschaftliche Studien auf ein erhöhtes Psychose Risiko bei Cannabiskonsum hin. Den Selbsttest "cannabis Check" hat die BZgA deshalb durch einen neuen Fragebogen zu psychischen Erkrankungen ergänzt, um Cannabiskonsumierende über diese wichtige Themen zu informieren. Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland. Etwa jeder vierte Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren und beinahe jeder zweite junge Erwachsene hat schon einmal Cannabis konsumiert. Die gesundheitlichen Risken des Cannabiskonsums werden allerdings häufig unterschätzt. Neben dem Risiko einer Abhängigkeit wird seit längerer Zeit auch die Gefahr für psychotische Erkrankungen, zu der auch die SChizophrenie zählt, in der Wissenschaft diskutiert. (der standard)

Das Risiko von Venenthrombosen wird unterschätzt

In Europa sterben infolge tiefer Venenthrombosen und Lungenembolien mehr als doppelt so viele Menschen wie Aids, Brustkrebs,Prostatakarzinom und Verkehrsunfälle zusammen. Eine effektive Diagnostik und Therapie bei Venenthrombosen könnte somit vielen Menschen das Leben retten. In der Europäischen Union starben in der jüngsten Vergangenheit jährlich über 500.000 Menschen an Akut oder Spätkomplikationen einer venösen Thromboembolie.(dt.ärzte zeitung de )

Donnerstag, 15. April 2010

Herzinfarkt ist keine Männersache

Es ist Zeit , Alarm zu schlagen. Obwohl der Herzinfarkt immer als typische Erkrankung der Männer, insbesondere der forschen Managertypen galt, sind inzwischen mehr als 130000 Frauen jährlich vom Herzinfarkt betroffen. Und was noch schlimmer ist: Laut einer Aussendung des deutschen Reportagendienstes obx-medizindirekt überleben mehr als die Hälfte von ihnen 56 % den ersten Infarkt nicht. Damit ist die Überlebenschance von Frauen deutlich geringer als die von Männern. Der wichtigste Grund hierfür: Frauen erfahren zu wenig über Risikofaktoren und Symtome, über Herzschutz im Alltag und herzgerechte Ernährung. Das soll sich jetzt ändern. Denn die Veränderung des Lebensstils kann mehr Leben retten als alle Herz-Kreislaufmedikamente zusammen.

Alkohol , riskant für die Brüste junger Frauen

Junge Frauen , die mehrmals pro Woche oder gar täglich Alkohol trinken, haben ein deutlich erhöhtes Risiko für gutartige Brusterkrankungen. Das hat eine aktuelle Analyse von Daten aus der US amerikanischen Growing Up Today Study ergeben. Die Forscher haben 2003 junge Frauen im alter zwischen 16 und 23 Jahren nach ihrem Alkoholkonsum in den vorhergehenden zwölf Monaten befragt. Bei weiteren Befragungen in den Jahren 2005 und 2007 haben 6899 Studienteilnehmerinnen Auskunft über Diagnosen von Brusterkrankungen gegeben. Die Frauen waren zu diesem Zeitpunkt 18 bis 27 Jahre alt. Bei 147 Frauen waren gutartige Brusterkrankungen diagnostiziert worden. Und bei 67 von ihnen war die Erkrankung bioptisch gesichert.

Mittwoch, 14. April 2010

Radiofrequenzen gegen resistenten Bluthochdruck

Herzspezialisten vom Universitätsklinikum Homburg/Saar erforschen eine neuartige nicht medikamentöse Methode der Blutdruck und Blutzuckersenkung. wie sie beim Kongress berichtetet haben, schalten sie dabei die Sympatikus-Nervenversorgung im Nierenbereich durch Radiofrequenz-Ablation aus. Bei Patienten mit nicht ausreichend zu senkendem Bluthochdruck wird damit nicht nur eine effektive Blutdrucksenkung möglich , sondern auch die Zuckerstoffwechsel-Lage wird deutlich verbessert. www.medicalreport.at (ärztezeitung de)

Zahnlücken

Herz Kreislauf Erkrankungen und besonders Erkrankungen der Herzkranzgefäße hängen eng mit der Zahl der Zähne zusammen, so der schwedische Wissenschafter Anders Holmlund. ein Mensch , der nur noch weniger als zehn eigene Zähne im Mund hat , hat demnach ein siebenmal höheres Risiko , an Herzproblem zu sterben als ein gleichaltriger Mensch mit vollem Gebiss. (der standard)

Dienstag, 13. April 2010

Plötzlicher Herztod beim Sport

Jährlich in Deutschland etwa 100 000 Menschen an den folgen des plötzlichen Herztodes. Schockiert zeigt sich die mehrheit beim Tod junger Spitzensportler etwa in Fußballstadien geschehen. Natürlich kann ein solcher tod auch Freizeitsportler treffen. Dennoch gilt : Der plötzliche Herztod beim Sport ist insgesamt ein seltenes Ereignis. Seine Inzidenz bei jungen Sportlern wird mit jährlich 0,5 bis 2 pro 100 000 Sportler abgegeben. Mit zunehmenden Alter steigt das Risiko deutlich an. Bei jungen Sportlern im alter unter 35 Jahren dominieren als Ursache angeborene , zum Kammerflimmern prädisponierende Erkrankungen wie hypertrophe Kardiomyopathie. Bei zunehmenden Alter kommt als wesentliche Ursache immer stärker die Koronare Herzkrankheit ins Spiel. (ärzte zeitung de )

Helicobacter

Eine Berühmtheit unter den humanpathogenen Bakterien , der Helicobacter pylori , das spiralenförmige Stäbchenbakterium wurde vor über 100 Jahren vom Pathologen W. Krienitz in der Magenschleimhaut von Magenkarzinompatienten beschrieben. 1983 von Robin Warren und Barry Marshall im Zusammenhang mit Magengeschwüren wiederentdeckt. Er hat sich seither in mehr als 22000 wissenschaftlichen Arbeiten wiedergefunden. Medizinisch Therapeutisch betrachtet, ist man dem Keim mittlerweile gesachsen. Mit seiner erfolgreichen Eliminierung schwindet nun aber auch das Interesse an ihm.

Montag, 12. April 2010

Atemwegserkrankungen

Nur die Hälfte aller Allergiker weiß über die Krankheit Bescheid. Rund 1,6 Millionen Österreicher leiden an einer Allergie, zwischen 600000 und 700000 Personen sind von Asthma betroffen und etwa ebenso viele haben die als Raucherlunge bezeichnete Chronische Obstruktive Lungenerkrankung ( COPD). Die Tendenz ist steigend. Bereits in 15 Jahren wird zum Beispiel jeder zweite Europäer an einer Allergie leiden. In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der Allergiker verdoppelt. Trotz des häufigen Auftretens seien Menschen sehr nachlässig, was die Diagnose und Therapie der Erkrankung betreffen. Mehr noch viele hätten gar keine Ahnung von ihrem Leiden. Nur die Hälfte von ihnen würden sich einen Test unterziehen und somit über die chronische Erkrankung Bescheid wissen. Im Schnitt vergehen zwischen Auftreten der ersten Symtome und einer Behandlung zwischen sechs und neun Jahren. (der standard)

Neuroendokrineer Tumoren seit Anfang der 70er Jahre gestiegen

Bei immer mehr Patienten werden neuroendokrine Tumoren entdeckt: Die Inzidenz ist zwischen 1973 und 2003 kontinuierlich gestiegen. Die meisten neuroendokrinen Tumore NET wachsen langsam, weil sie differenziert sind. Zu den gering differenzierten und daher aggresiven NET gehört das kleinzellige Lungenkarzinom. Etwa 80 Prozent der NET-Patienten haben ein NET des Magen-Darm-Traktes oder Pankreas. (ärzte zeitung de )

Samstag, 10. April 2010

Baldrian gegen Angstzustände machtlos

Kräutermittel wie etwa Baldrian , Johanniskraut oder Kava-Extrakt helfen nicht gegen Angstzustände. In einer Auswertung von Studien fanden amerikanische Mediziner keine Hinweise darauf, dass solche Naturprodukte Ängste lindern können. Patienten sollten äußerst vorsichtig dabei sein, medizinische Ratschläge aus dem Internet zu sammeln, sagt Zoberi . Es gibt keinen Beleg dafür , dass diese Mittel wirksam sind. Die meisten Ärzte verschreiben demnach Medikamente gegen Angstzustände. Zwingend erforderlich ist dies laut nicht. Wenn ein Patient keine medikamentöse Therapie möchte, kann der Arzt Alternativen vorschlagen wie etwa kognitive Verhaltenstherapie.
(APA)

Freitag, 9. April 2010

PSA Screening

Die Nutzen von Reihenuntersuchungen auf das Prostata spezifische Antigen PSA steht noch nicht eindeutig fest. Auf Wunsch sollte der Test angeboten werden. Rentiert sich ein PSA Screening? Werden Risken , die eventuell mit Diagnose und Therapie verbunden sind, durch eine Lebensverlängerung aufgewogen? diese Fragen sind bisher noch nicht eindeutig geklärt, war die Meinung von mehr als 80 Prozent der Teilnehmer einer Expertenrunde beim Erstellen der S3 Leitlinie Prostatakarzinom. Vollständig einig waren sich die Experten allerdings bei der Grad A Empfehlung , Männer mit dem Wunsch nach Früherkennung eine digital rektale Untersuchung DRU und einen PSA Test vorzuschlagen. Zielgruppe sind Männer über 40 mit einer Lebenserwartung von mehr als zehn Jahren, berichtet Privatdozent Christian Doehn beim Update in Düsseldorf.

Donnerstag, 8. April 2010

Stammfettsucht korreliert mit suchtartigem Essen

Übergewichtige Jugendliche reagieren auf optische Nahrungsreize mit verstärkter Aktivität im Zentrum des Langzeitgedächtnisses. Experten ziehen Rückschlüsse auf suchtähnliches Verhaltensmuster. Erklären erhöhter Fastfood-Konsum und Bewegungsmangel wirklich das ganze Ausmaß der weltweiten Fettsuchtepidemie ? Viele Indizien spechen dafür , dass bei der Entwicklung von chronischen Übergewicht auch scuhtähnliche Verhaltensmuster eine große Rolle spielen. Ein Forschungsteam des Klinischen Institutes für medizinische und chemische Labordiagnostik der Medizinischen Universität Graz fand nun mittels funktioneller Kernspintomograpühie einen möglichen Mechanismus, der dem Craving ( Verlangen eines Schutkranken) zu Grunde liegen könnte. mediclareport (derstandard)

Obst und Gemüse schützen kaum gegen Krebs

Nur ein geringer Prozentsatz der Krebs-Erkrankungen kann verhindert werden. Der Verzehr von größeren Mengen Obst und Gemüse hat nur eine mäßige Wirkung , wenn es um den Schutz gegen Krebs geht. Zu diesem eher überraschenden Ergebnis sind jetzt Wissenschaftler gekommen, die den Zusammenhang zwischen Ernährung und der Krankheit untersucht haben. Für die Untersuchungen wurden die Daten von 500000 Europäern ausgewertet. Die Ergebnisse sind ein weiterer Hinweis darauf, dass die großen Hoffnungen, die diese Initiative gesetzt wurden, eher nicht erfüllt werden.Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass nur 2,5 Prozent der Krebserkrankungen durch regelmäßigen Verzehr von fünf Portionen Obst und Gemüse täglich verhindert werden können. Experten wie Walter Willet von der Harvard Universität betonen dennoch , dass Obst und Gemüse der Schlüssel zur Gesundheit sind. (der standard)

Mittwoch, 7. April 2010

Die Menge macht das Gift

Was Erwachsenen zur Heilung hilft, kann für Kinder hochgefährlich sein- Schmerzumittel, Psychopharmaka und Neuroleptika schon in geringster Dosierung bedrohlich. Dass alleine die Menge von Medikamenten das Gift ausmacht, stimmt bei Kindern doppelt. einige hochwirksame Arzneien können in Erwachsenendosis bei Kindern schlimme Vergiftungen auslösen. Die Kindersichere Aufbewahrung gemeinsam mit der Medikamenteninformation ist daher in allen Haushalten wichtig, in denen Kinder leben oder zu besuch kommen.

Impfung FSME

Durch Impfungen wurde in Österreich die Zahl der Patienten mit Frühsommer-Meningoezephalitis (FSME) binnen 30 Jahren von 700 bis 800 pro Jahr auf heute 50 bis 100 gesenkt. Weite Teile des Landes bleiben aber weiter Hochrisikogebiete für Zecken übertragene Infektionen. Durch Impfkampagnen haben inzwischen etwa zwei Drittel aller Österreicher einen kompletten FSME Impfschutz, hat Professor Ursula Kunze von der Uni Wien betont. (ärzte zeitung de )

Dienstag, 6. April 2010

Tagesroutine belohnt mit besseren Schlaf

Vor allem Senioren profitieren von gleichbleibenden Alltagsaktivitäten. Schlaf-Wach-Rhythmus wird nichjt nur vom Tageslicht synchronisiert. Wer die wiederkehrenden , kleinen Tätigkeiten seines Tagesablaufes regelmäßig gestaltet, findet leichter in den Schlaf und erholt sich dabei auch besser. Das dürfte zumindest bei Senioren gelten, kommen Forscher der Universität Haifa zum Schlss. Sie berichten , dass gleichbleibende Rhythmen bei Grundaktivitäten das Alltages wie Baden, Anziehen und Essen bei alten Menschen die Schlafqualität entscheident beeinflussen. regelmäßikeit ist hier noch wichtiger als instrumentelle Tätigkeiten wie Einkaufen, Verkehrsfahren oder Arzttermine. www.medicalreport.at ( der standard)

FSME ist auch durch Rohmilch übertragbar

Eine FSME kann man sich auch über den Genuss von Rohmilchprodukten holen. Darauf hat Prof. Hans Walter Pfister aus Münschen hingewiesen. Der Neuroinfektologe nannte den Fall von sechs Österreichern , die sich über den Verzehr von Rohmilchkäse mit FSME-Viren infizierten. Die Milch für den Käse stammte von einer Ziege, die 1n 1500 Metern Höhe lebte. In Ungarn hatten sich bereits ein Jahr zuvor 25 Menschen über Ziegenmilch mit FSME infiziert. Daraus, so Pfister auf der Fortbildungsveranstaltung Neuro Update in Wiesbaden, könne man schließen , dass man in bestimmten Gegenden nicht nur Rohmilchprodukte meiden sollte , aber auch , dass man selbst in den Bergen vor FSME tragenden Zecken nicht mehr sicher sei. (ärzte zeitung de)

Montag, 5. April 2010

Eier sind besser als ihr Ruf

Neben Eiweiß und Omega-3 Fettsäuren enthalten sie noch andere wertvolle Nährstoffe und Vitamine. Jedes Jahr verspeisen die Österreicher zu Ostern Unmengen an Eiern. 50 Millionen Ostereier wandern in die Mägen. Kein Wunder , wenn den einen oder anderen nach den Feiertagen das schlechte Gewissen drückt, hat das Ei aufgrund seiner hohen Cholesteriengehaltes von durchschnittlich 250 Milligramm doch einen schlechten Ruf erworben. Damit deckt ein Ei beziehungsweise ein Eidotter bereits 80 Prozent der maximal empfhohlenen täglichen Cholesterinzufuhr. Wer keine erhöhten Cholesterinspiegel hat , kann zu Ostern auch mal das eine oder andere Ei mehr essen, beruhigt Ernährungswissenschaftlerin Ingrid Kiefer, von der AGES in einer Aussendung. Studien hätten gezeigt, dass das aufgenommene Nahrungscholesterin beim gesunden Menschen, unter Berücksichtigung von Alter , Geschlecht,Rauchverhalten und Bewegung , keinen nennenswerten Einfluss auf den Blutcholesterinspiegel hat. Da ein gesunder Organismus mit einer einmaligen Cholesterinzufuhr ohne Probleme fertig werden kann, sind ein bis zwei Eier täglich zu den Osterfeiertagen tolerierbar.Generell wird jedoch ein Konsum von maximal drei Eiern pro Woche empfholen, sagt Kiefer.(der standard)

Zusammenhang zwischen Schmerz und Entzündung

Forscher haben einen neuen Weg gefunden , wie Entzündungen Schmerzen verursachen. So war bekannt , dass das Hormon Bradykinin die Schmerzempfindlichkeit steigert. Das Hormon wird auch bei Entzündungen freigesetzt. Britische forscher entdeckten nun, dass Bradykinin M-Typ- Kaliumkanäle in schmerzsensiblen Nerven aktiviert. eine Bedeutung dieser Kanäle bei der Schmerzübertragung war zuvor nicht bekannt, teilt die Universität of Leeds mit. medicalreport (ärzte zeitung de )

Sonntag, 4. April 2010

TV Konsum fördert Gefaessleiden

Fernsehen schadet der Gesundheit. Diese Warnung müsste eigentlich vor jeder Sendung ausgestrahlt werden, meint Prof.Stephan Martin aus Düsseldorf. In der Untersuchung wurde der Einfluss von häufigem Sitzen und häufigen Fernsehen auf kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Übergewicht und Bauchumfang,Blutdruck,Triglycerin,HDL-Cholesterin sowie Nüchtern und 2 Stunden Glukose analysiert. Daten von insgesamt 2761 Frauen und 2103 Männern im Alter von 54 Jahren aus Australischen Dieabetes Obesity und Lifestyle Studie (AusDiab) wurden dazu ausgewertet. Die Patienten hatten zu Beginn der Studie 2004 keine diabetes. Ergebnis: Bei Männer waren langes Sitzen ungünstig mit allen kardiovaskulären Risikofaktoren assoziiert, ebenso langes Fernsehen. Bei Frauen waren diese Zusammenhänge mit Ausnahme für Nüchternglukose und diastolischen Blutdruck ebenfalls nachweisbar. (ärzte zeitung de )

Orangensaft neutralisiert fettreiches Essen !

Die in Orangensaft steckenden Flavonoide senken Entzündungsprozesse des Organismus , zeigt eine amerikanische Studie. Nach einem Mahl mit viel Fett und Kohlenhydraten wirkt sich ein Glas frisch gepresster Orangensaft positiv auf den Organismus aus. Laut Wissenschaftler der Universität of Buffalo kann der Saft den oxidativen Stress teilweise neutralisieren, der durch ungesundes Essen ausgelöst wird, und schützt somit die Blutgefäße vor Schädigung. Hervorgerufen werde dieser Effekt durch wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe in der Orange, sogenannte Flavonoide, so die Forscher im "American Journal of Clinical Nutrition". Untersucht wurden Gruppen normalgewichtiger, gesunder Frauen und Männer zwischen 20 und 40 Jahren. Auf nüchternen Magen verzehrten sie ein 900-Kalorien-Frühstück mit Weißbrot, Würstel und Ei sowie Kartoffelpuffer. Das Menü enthielt gezählte 81 Gramm Kohlenhydrate, 51 Gramm Fett und 32 Gramm Proteine. Dazu trank eine Gruppe 300 Kalorien von einem Orangensaft aus gepressten Früchten, die zwei bezogen dieselbe Energie aus einem Zuckergetränk. Die dritte Gruppe trank Wasser. Waren die Entzündungswerte anfangs gleich gewesen , stiegen sie beim Wasser um 62 Prozent , bei den Softdrinks um 63 Prozent und beim Orangensaft um bloß 47 Prozent. www.medicalreport.at(der standard)

Samstag, 3. April 2010

Erster Blick fällt auf den Mund

Die Damen schauen bei der Partnerwahl zuerst auf den Mund. Doch hier sind nicht etwa die sinnlichen Lippen für die Anziehungskraft verantwortlich , sondern das Erscheinungsbild der Zähne. Einer aktuelle Marktforschung zufolge bei denen in österreich 14 bis 65 jährige zu ihrer Meinung über Zahnpflege befragt wurden, meinten 70 Prozent der Frauen , dass schöne Zähne attraktiv machen. Dieser Meinung schließt sich nur jeder zweite Mann an. Demzufolge sind sie auch nicht so konsequent in der Pflege: Während 84 Prozent aller Frauen zwei Mal oder öfter pro Tag Zähne putzen, tun das Männer nur 70 Prozent und dies auch noch weniger gründlich. Jede vierte Frau und jeder 12. Mann benützt Zahnseide. (krone)

Freitag, 2. April 2010

Überaktive Blase

Muss ich den jetzt immer mit den Symptomen einer überaktiven blase leben ? Diese Frage ,die viele Patientinnen nach der diagnose stellen, können Ärzte mit Hinweis auf eine große schwedische Studie beantworten: Demnach besteht langfristig eine gute Chance auf Remission. Im Verlauf von 16 Jahren verschwinden die Symptome vollständig bei knapp der Hälfte jener Frauen, die eine überaktive Blase ohne Inkontinenz haben. Und immerhin ein Viertel der Frauen , bei denen die überaktive Blase von ungewollten Harnabgang begleitet ist, kann für denselben Zeitraum eine völlige Remission der Beschwerden erwarten. (ärzte zeitung de )