Dienstag, 27. April 2010

Genuss- oder Kettenraucher

Eine internationale Forschergruppe unter Beteiligung Greifswalder Wissenschaftler habe die genetische Veranlagung des Raucherverhaltens in den Nikotinrezeptoren nachgewiesen, teilte das Uni-Klinikum mit. Das soziale Umfeld bestimme zwar in der Regel, ob jemand Raucher wird. Später steuerten aber Gene, ob Menschen zu Genuss-, Gelegenheits- oder Kettenrauchern werden. Für die Studie unter Leitung der Oxford University wurden weltweit 41 000 Menschen untersucht.

Das Nikotin als wesentlicher Suchtstoff in der Zigarette entfaltet nach Angaben der Forscher im Gehirn über die Aktivierung sogenannter Nikotinrezeptoren seine stimulierenden Effekte. Diese Rezeptoren nehmen die Suchtstoffe auf und setzten anschließend "Glückshormone" wie die Neurobotenstoffe Dopamin und Serotonin frei. In der Studie sei nun erstmals nachgewiesen worden, dass die Zahl der täglich gerauchten Zigaretten durch bestimmte Variationen in den Genen der Nikotinrezeptoren beeinflusst werde, erklärte der Greifswalder Forscher Hans-Jörgen Grabe. Bislang sei man davon ausgegangen, dass das Suchtverhalten vor allem durch den unterschiedlichen Nikotinabbau durch Enzyme in der Leber beeinflusst wird.

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