Montag, 31. Mai 2010

Zähneputzen kann Herzkrankheiten vorbeugen

Putzen Menschen weniger als zweimal am Tag ihre Zähne, gehen sie ein Risiko für Herzkrankheiten ein. Das zeigt nun eine schottische Studie. Hierbei untersuchten Wissenschaftler zum ersten Mal, ob die Häufigkeit des Zähneputzens einen Einfluss auf das Risiko von Herzerkrankungen hat. Die im 'British Medical Journal' veröffentliche Studie basiert auf Teilnehmerdaten über Lebensgewohnheiten wie Rauchen, körperliche Aktivitäten und Gesundheitspflege im Mund. Dabei wurden die Probanden gefragt, wie oft sie den Zahnarzt besuchen und wie oft sie sich die Zähne putzen. Außerdem sammelte man Informationen zur Familiengeschichte von Herzkrankheiten, maß den Blutdruck und führte Blutabnahmen durch.

Das Sterben der Neuronen

Die Parkinson-Krankheit ist eine schwere neurologische Störung, die sich heute schon gut therapieren lässt - Über die Ursachen gibt es zahlreiche wissenschaftliche Debatten
Der Mann ging langsam, unsicher, sein Körper nach vorn gekrümmt. Er zitterte. James Parkinson erkannte diese Haltung. Der englische Arzt hatte in seiner Praxis schon früher Patienten mit diesen seltsamen Symptomen gesehen. "Shaking palsy", Schüttellähmung, nannte sie Parkinson in seiner 1817 erschienenen Abhandlung. Die kleine Publikation war die erste Beschreibung einer Krankheit, die knapp zwei Jahrhunderte später als Geißel des Alterns gilt - das Parkinson-Syndrom. Unter ihm litt auch der berühmte deutsche Gelehrte Wilhelm von Humboldt, der seinen eigenen Krankheitsverlauf in den Jahren 1825 bis 1834 detailliert aufgeschrieben hat.

Sonntag, 30. Mai 2010

Frühstücken wie ein Kaiser

Bohnen mit Speck und Spiegelei, ein aufgeweichtes Bircher-Müsli oder ganz wienerisch ein Semmerl mit Butter und Marmelade - über Geschmack lässt sich auch beim Frühstücken bekanntlich streiten. Doch bis zu 30 Prozent der Menschen verzichten meist auf die erste Mahlzeit am Tag. Und das obwohl sie als die wichtigste überhaupt gilt. Viele eilen mit leerem Magen in die Arbeit oder frühstücken bestenfalls vor dem Bildschirm im Büro. Nur eine schlechte Angewohnheit oder problematisch für die Gesundheit und für das Körpergewicht? Was ist dran am Spruch "Frühstücken wie ein Kaiser..."?
"Wer zuhause nichts essen kann oder mag, ist gut beraten, das Frühstück bald nachzuholen", rät Ernährungswissenschafterin Marlies Gruber vom Verein forum ernährung heute. Denn genau wie Bewegung, trage auch regelmäßiges Frühstücken zur Prävention von Übergewicht und Adipositas bei. Mehrere Studien belegen Zusammenhänge zwischen Körpergewicht und Frühstücksverzicht. So zeigt sich, dass übergewichtige oder adipöse Kinder und Jugendliche eher dazu neigen, das Frühstück auszulassen.

Kinder, die frühstücken, nehmen zwar über den Tag verteilt mehr Kalorien auf, bleiben aber trotzdem eher normalgewichtig als Nichtfrühstücker. Laut einer Studie wogegen täglich frühstückende Jugendliche um zweieinhalb Kilogramm weniger als jene Gleichaltrigen, die nur ein- bis sechsmal pro Woche oder nie frühstückten. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Frühstücker körperlich aktiver sind und dadurch auch mehr Energie verbrauchen. Für die Entwicklung von Adipositas sind jedoch mehrere Faktoren ausschlaggebend. "Nicht zu frühstücken, kann als ein Mosaiksteinchen gesehen werden. Um den Zusammenhang zwischen Frühstücken und Körpergewicht klar aufzuzeigen, bedarf es jedoch noch weiterer Studien.

Samstag, 29. Mai 2010

Neues Medikament gegen Knochenschwund

Monoklonaler Antikörper hemmt Protein, das die Funktion von Knochen-Fresszellen reguliert - Medikament wird zweimal jährlich unter die Haut injiziert
Wien - Ein neues Wirkprinzip und ein neues Medikament gegen krankhaften Knochenschwund: Die EU-Kommission hat den monoklonalen Antikörper Denosumab ("Prolioa") zugelassen. Das Medikament soll für die Behandlung der Osteoporose bei Frauen nach der Menopause, einem erhöhten Frakturrisiko, sowie zur Behandlung eines Knochendichteverlustes durch eine Anti-Androgen-Therapie bei Männern mit Prostatakarzinom und einem erhöhten Bruchrisiko eingesetzt werden.

Freitag, 28. Mai 2010

Neues Medikament gegen Knochenschwund

Monoklonaler Antikörper hemmt Protein, das die Funktion von Knochen-Fresszellen reguliert - Medikament wird zweimal jährlich unter die Haut injiziert
Wien - Ein neues Wirkprinzip und ein neues Medikament gegen krankhaften Knochenschwund: Die EU-Kommission hat den monoklonalen Antikörper Denosumab ("Prolioa") zugelassen. Das Medikament soll für die Behandlung der Osteoporose bei Frauen nach der Menopause, einem erhöhten Frakturrisiko, sowie zur Behandlung eines Knochendichteverlustes durch eine Anti-Androgen-Therapie bei Männern mit Prostatakarzinom und einem erhöhten Bruchrisiko eingesetzt werden.

Chronische Polyarthritis nimmt bei Frauen zu

Rauchen und Vitamin-D-Mangel werden mit steigender Inzidenz in Verbindung gebracht - Experten fordern verbesserte Aufklärung der Bevölkerung
Minnesota - Frauen in den USA sind erkranken zunehmend an der chronischen Polyarhtitis, auch als rheumatoide Arthritis bezeichnet. Wissenschaftler der Mayo Clinic haben zwischen 1995 und 2007 einen Anstieg der Erkrankungen von 2,5 Prozent festgestellt. Bei den Männern sank die Anzahl der Erkrankungen dagegen in diesem Zeitraum. Zuvor war die Zahl der Erkrankungen auch bei den Frauen 40 Jahre lang kontinuierlich gefallen.

Immunsystem greift Gelenke an

Aus bislang unbekannter Ursache richtet sich das Immunsystem bei dieser entzündlichen Erkrankung gegen körpereigene Gelenke. Typische Folgen sind Rötung, Schmerzen, Schwellung und Funktionseinschränkungen im betroffenen Areal. Ohne adäquate Therapie kommt es langfristig zu irreversiblen Gelenksdestruktionen. Die Krankheit setzt häufig zwischen dem 40 und 50 Lebensjahr ein. Frauen sind drei Mal eher betroffen als Männer.

Das Team um Sherine Gabriel untersuchte die Krankheitsfälle in Minnesota im Zeitraum zwischen 1995 und 2007. Konkret wurden die Krankengeschichten von 1.761 Einwohnern von Olmsted County untersucht.

Rauchen erhöht Erkrankungsrisiko

Frühere Studien haben einen Zusammenhang zwischen Rauchen und rheumatoider Arthritis festgestellt. Ein Mangel an Vitamin D wurde ebenfalls mit der Entstehung dieser Krankheit in Verbindung gebracht. In Großbritannien sind rund 350.000 Menschen von Rheumatoider Arthritis betroffen.

Ailsa Bosworth von der National Rheumatoid Arthritis Society betonte, dass diese Forschungsergebnisse Anlass zur Sorge seien. Es sei notwendig, das die Öffentlichkeit mehr über diese Krankheit erfahren und dass die Menschen wüssten, dass sie ihr Krankheitsrisiko erhöhen, wenn sie rauchen. (pte/red)

Donnerstag, 27. Mai 2010

Ingwer lindert Muskelschmerzen

Athens/London - Wer täglich etwas rohen oder hitzebehandelten Ingwer zu sich nimmt, spürt Muskelschmerzen in Folge von Überanstrengungen weniger stark. Das behauptet eine Forschergruppe um Patrick O'Connor von der University of Georgia in der Zeitschrift "Journal of Pain". Ingwer kennt man schon lange als Erkältungs- oder Magenmittel. Bisher wusste man auch, dass Ingwer bei Mäusen Entzündungen hemmt und Schmerzen lindert. Nun wurde dieser Effekt beim Menschen getestet.

Wirkung auf den Menschen bei regelmäßigem Verzehr erforscht
Athens/London - Wer täglich etwas rohen oder hitzebehandelten Ingwer zu sich nimmt, spürt Muskelschmerzen in Folge von Überanstrengungen weniger stark. Das behauptet eine Forschergruppe um Patrick O'Connor von der University of Georgia in der Zeitschrift "Journal of Pain". Ingwer kennt man schon lange als Erkältungs- oder Magenmittel. Bisher wusste man auch, dass Ingwer bei Mäusen Entzündungen hemmt und Schmerzen lindert. Nun wurde dieser Effekt beim Menschen getestet.

Die Forscher verabreichten dazu jungen Erwachsenen zwei Gramm von rohem oder hitzebehandeltem Ingwer in Kapselform und verglichen, wie er sich im Vergleich zu Placebopräparaten auf Muskelschmerz auswirkte. Elf Tage lang nahmen die Probanden die Kapseln zu sich, wobei sie am achten Tag eine anstrengende Armtätigkeit ausführten. Das waren 18 Armbeuger-Dehnungen mit einem schweren Gewicht, die leichten Muskelschmerz im Arm auslösten.

An den verbleibenden drei Tagen wurden Entzündungswerte gemessen und es galt, die Stärke des Muskelschmerzes auf einer Skala anzugeben. 24 Stunden nach dem Sport war der Schmerz in der Ingwergruppe messbar erträglicher als in der Placebogruppe, so das Ergebnis. Nach zwei und nach drei Tagen waren allerdings zwischen den Gruppen kein Unterschied mehr festzustellen.

Weitere Studien sollen folgen

Mittwoch, 26. Mai 2010

Lungenfachärzte fordern Rauchverbot

Wien - Anlässlich des Welt-Nichtraucher-Tages 2010 (31. Mai) hat sich die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖPG) Mitstreiter in der Politik gesucht: Gemeinsam mit Grüne-Bundessprecherin Eva Glawischnig forderten sie bei einer Pressekonferenz in Wien sowohl Raucherverbote in der Gastronomie als auch die Reduktion der Zahl der Nikotinabhängigen und die Prävention als vorrangige Ziele der Gesundheitspolitik.Eine IFES-Umfrage hätte vor kurzem zwar zutage gebracht, dass sich nur 19 Prozent der Österreicher für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie aussprächen, doch andere Daten seien untergegangen, meinte Horst Olschewski, Chef der Pulmologischen Abteilung an der Grazer Universitätsklinik: "Unter den Personen zwischen 20 und 50 Jahren sind 60 Prozent regelmäßige Raucher oder Gelegenheitsraucher. Das sind 2,5 Mio. Österreicher. Das ist tatsächlich Weltrekord."

Dienstag, 25. Mai 2010

Elterliche Bildung als Risikofaktor

Wien - Die Bildung der Eltern könnte einen Risikofaktor für Neurodermitis bei Kindern darstellen. Bei der Untersuchung von mehr als 23.000 oberösterreichischen Schulkindern im Zeitraum von 1995 bis 1997 und 2001 bis 2003 haben Wissenschafter der Medizinischen Universität Wien (MUW) einen "auffallenden Zusammenhang" zwischen dem Bildungsniveau der Eltern und dem Auftreten des Hautleidens bei den Kindern festgestellt, und zwar unabhängig vom Auftreten der Erkrankung bei den Eltern, teilte die MUW am Dienstag in einer Aussendung mit.

Zwischen den beiden Untersuchungszeiträumen wurde bei den Kindern - sämtliche Volksschulkinder der 1. und 2. Klasse in Oberösterreich - eine Steigerungsrate der Neurodermitis um mehr als zehn Prozent beobachtet. Gleichzeitig konnte eine ähnliche Steigerung beim Bildungsniveau der Mütter festgestellt werden. Der Zusammenhang ist laut MUW statistisch signifikant, sodass die Wissenschafter bei der elterlichen Bildung von einem "unabhängigen Risikofaktor für Neurodermitis" sprechen. Beweisen lasse sich diese Hypothese allerdings mit solchen Querschnittsstudien nicht, dafür wären Kohortenuntersuchungen notwendig, erklärte Studienleiter Gerald Haidinger vom Zentrum für Public Health der MUW.

Montag, 24. Mai 2010

Rauchen könnte vor Parkinson schützen

Rauchen verursacht Krebs - es könnte jedoch auch vor einer Parkinson-Erkrankung schützen. Die Schutzwirkung ist möglicherweise auf eine bestimmte Genvariante bei Rauchern zurückzuführen. Zu diesem Ergebnis kommen verschiedene epidemiologische Studien, weitere Untersuchungen sollen folgen, hieß es in einer Aussendung der Europäischen Akademie Bozen.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass es eine genetische Veranlagung gibt, die - zusätzlich beeinflusst von bestimmten Umweltfaktoren - für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich ist. Auf der Grundlage dieser Hypothese führte ein Forscherteam der der Europäischen Akademie Bozen und der Mayo Klinik Rochester (USA) eine Studie mit 1.228 Probanden durch.

Sonntag, 23. Mai 2010

Hirntrauma löst häufig Depression aus

Chicago - Ein Hirntrauma kann das Gefühlsleben eines Menschen dauerhaft trüben. Mehr als die Hälfte aller Patienten erleiden nach einer solchen Verletzung eine Depression, wie eine Studie von US-Forschern belegt. Demnach verfallen 53 Prozent der Betroffenen im ersten Jahr nach dem Unfall in Schwermut. Damit liegt der Wert acht Mal höher als in der Normalbevölkerung.

Samstag, 22. Mai 2010

Dicke Menschen haben kleineres Gehirn

Die Studie zeigt außerdem einen starken Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Demenz-Risiko
Washington - Wissenschafter in den USA haben bei einer Untersuchung älterer Menschen einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und einer Abnahme des Gehirnvolumens entdeckt. Bei der Untersuchung von mehr als 730 älteren Testpersonen hätten jene mit besonders viel Körperfett ein geringeres Hirnvolumen aufgewiesen als schlankere Testteilnehmer, heißt es in der Studie der Boston University, die im Fachjournal "Annals of Neurology" veröffentlicht wurde. Es sei außerdem ein "starker Zusammenhang" zwischen Fettleibigkeit und dem Risiko von Demenzerkrankungen wie Alzheimer nachgewiesen worden.

Frühzeitig Arthrose - hier lohnt der Blick auf Ferritin

Als systemische Stoffwechselerkrankung, bei der es zu Eisenablagerungen in nahezu allen Organen kommen kann, ist das klinische Bild bei Hämochromatose sehr vielfältig: Von der Haut über die Leber und Niere bis hin zu Gehirn können Symptome der häufigsten autosomal-rezessiven Erbkrankheit auftreten.

Im Vordergrund steht anfangs aber oft der Bewegungsapparat: "Mehr als die Hälfte aller Patienten berichtet als Initialsymptom über Gelenkbeschwerden", sagte Professor Bernhard Manger von der Universität Erlangen-Nürnberg beim Praxis Update 2010. Typisch seien vor allem Beschwerden an Gelenken, bei denen rheumatische Erkrankungen eher selten sind. Dazu gehören das zweite und dritte Fingergrundgelenk. "Besonders wegweisend sind Sprunggelenksarthrosen, die in der Rheumatologie sonst kaum auftreten", so Manger. Sie können ein- oder beidseitig auftreten und sind immer dann verdächtig, wenn keine bekannten Traumata eine andere Erklärung der Arthrose liefern. Spätestens dann, wenn noch eine asymptomatische Erhöhung der Leberwerte dazu kommt, ist die Eisendiagnostik Pflicht. Dabei wird zunächst der Serum-Ferritin-Spiegel bestimmt. Ist er pathologisch, folgt die Transferrin-Sättigung. Und ist auch die nicht in Ordnung, ist es Zeit für den Gentest auf Hämochromatose.

Freitag, 21. Mai 2010

Zähneknirschen: Zu viel Biss

Redewendungen kommen meist nicht von ungefähr. So auch jene vom Zähne zusammenbeißen: "Die Zähne zusammenbeißen und durch" heißt es. Ängste, Kummer, Ärger, Trauer oder Überforderung und Stress sind demnach vorübergehende Zustände, die es so schnell wie möglich hinter sich zu lassen gilt. Dass dies im Alltag nicht unbedingt mit Auseinandersetzung und Aufarbeitung von Problemen gleichzusetzen ist, steht fest. Ein Verdrängen und schnell vergessen trifft es bei den meisten wohl eher, ist dies doch jene Methode mit dem geringsten Konfrontationspotenzial. Gesund ist diese Art der Konfliktbewältigung jedenfalls nicht - oft mürbt sie an Gemüt und Zähnen. Betroffene kauen nicht verarbeitete Dinge und Situationen dann häufig nochmals durch - wenn auch meist nachts, also unterbewusst.

Viagra kann bleibende Hörschäden verursachen

Chicago - Das Potenzmittel Viagra kann bleibende Hörschäden hinterlassen. Die sogenannten PDE-5-Hemmer verdoppeln das Risiko für einen Gehörverlust, wie eine Studie an mehr als 11.000 Männern zeigt. Am stärksten ist diese Nebenwirkung anscheinend bei dem Präparat Viagra. Nachdem Männer in der Vergangenheit wiederholt von Hörschäden nach der Einnahme von Viagra berichtet hatten, müssen Verpackungen in den USA inzwischen einen entsprechenden Warnhinweis tragen.

"Diese Resultate deuten darauf hin, dass die gegenwärtige Warnung in Bezug auf Hörverlust und PDE-5-Hemmer gerechtfertigt ist", sagt Studienleiter Gerald McGwin von der Universität von Alabama. Die Potenzmittel sollen die Durchblutung des Schwellkörpers anregen. Der Epidemiologe vermutet im Fachblatt "Archives of Otolaryngology-Head and Neck Surgery", dass sie möglicherweise auch den Blutfluss im Ohrgewebe stimulieren und so das Gehör schädigen. Er rät Nutzern der Präparate, im Fall eines Hörverlusts unverzüglich einen Arzt zu konsultieren, um bleibende Schäden abzuwenden. (APA)

Zuviel an österreichischer Gemütlichkeit

Wien - "Je höher der Bauchumfang, desto früher stirbt man." So simpel lautet die Botschaft des Endokrinologen Hermann Toplak. Das immer weiter steigende Körpergewicht der Österreicher war am Freitag Thema eines runden Tisches der Wiener Apothekerkammer, an dem Experten auf die Gefahr von Übergewicht und Adipositas aufmerksam machten. Morgen, Samstag, findet erstmals der "Europäische Tag zur Bekämpfung der Adipositas" mit zahlreichen Aktionen statt.(der standard)

Donnerstag, 20. Mai 2010

Warum man seine Figur so leicht behält

Über den Grund berichten Forscher aus Gießen: Schlanke Menschen haben eine verhältnismäßig viel ausgedehntere Körperoberfläche. Bei mageren Frauen ist sie pro Kilo Gewicht bis zur Hälfte größer als bei fülligen, bei Männern fallen die Unterschiede physiognomisch bedingt etwas geringer aus. Das hat zur Folge, dass korpulente Menschen, noch zusätzlich erschwert durch die isolierenden Fettpolster, relativ viel weniger Kalorien in Form von Wärme loswerden. Die Wärmeabgabe aber ist ein wichtiger Posten in der Energiebilanz, weil bis zu drei Viertel der verzehrten Nahrung in die Balance der Körpertemperatur investiert wird. So kommt es zu Effekten, die sich selbst verstärken: Schlanke behalten ohne große Mühe ihre Statur, Adipöse wiederum tun sich schwer mit einer zierlicheren Silhouette (Ernährungsumschau 2010; 4: 178).

Auf diese Zusammenhänge stießen Professor Elmar Schlich und seine Kollegen, als sie die 3-D-Scans von 188 Probanden auswerteten, die aus Reihenmessungen von 12 000 Menschen im Auftrag der Textilindustrie stammten (Sizegermany). Dabei wird der Körper in zwei Minuten mit rotem Laser abgetastet und aus der dreidimensionalen Punktwolke ein Avatar erstellt. Aus dieser virtuellen Gestalt lässt sich die spezifische Körperoberfläche (m2/kg) ermitteln. Je größer sie ist, um so mehr Wärme strahlt in die Umgebung ab.

Mittwoch, 19. Mai 2010

"Hypochonder steigern Urangst ins Ungesunde"

Wo Krankheitsangst endet und Hypochondrie beginnt - Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen unter den Top zehn - Mediziner und Autor Erik Heintz im Interview.Echte Hypochondrie ist in der Tat eine Krankheit, für die es im ICD-10, das ist die derzeit gültige internationale Klassifikation der Krankheiten, definierte Kriterien gibt. Die Hypochondrie zählt nach eben jenem ICD-10 zu den somatoformen Störungen. Somatoform heißt soviel wie körperähnlich. Diese Störungen sind also im weitesten Sinn Abweichungen vom normalen Befinden, die den Eindruck erwecken eine körperliche Ursache zu haben, ohne dass dies zutrifft. Bekannte Vertreter sind neben der Hypochondrie z.B. die Herzphobie, der Reizmagen oder das Reizdarmsyndrom.

Sport tut auch einer kranken Leber gut

Eine moderate körperliche Belastung gefährdet den Heilungsverlauf bei einer Leberentzündung nicht, sondern begünstigt eine schnellere Genesung. Das hätten mehrere Studien ergeben, teilt die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) mit. Auch bei chronischer Leberentzündung müsse auf moderaten Ausdauersport nicht verzichtet werden. Bei Kontaktsportarten müssen allerdings bei viraler Hepatitis die Hygieneregeln eingehalten werden, so die DGSP. Bei einer akuten Hepatitis sollte eine erschöpfende Belastung vermieden werden. (ärzte zeitung de )

Dienstag, 18. Mai 2010

Mundgeruch kann vererbt werden

Wenn ein Mensch besonders unausstehlichen Mundgeruch besitzt, hat das nicht allein mit schlechter Mundhygiene zu tun. Bei vielen ist es Ergebnis einer schon seit Geburt vorhandenen Zusammensetzung von Mundbakterien, berichten japanische Zahnmediziner von der Universität Kyushu im Fachmagazin "Applied and Environmental Microbiology".

Die Forschergruppe um Toru Takeshita analysierte dazu Speichelproben von 240 Patienten, die über starken Mundgeruch klagten. Teils fanden sie dabei deutlich unterdurchschnittliche Konzentrationen von leichtflüchtigem Schwefel, der dem Atem die unangenehme Note verleiht. Bei diesen Patienten war der Anteil von Streptokokken, Granulicatella, Rothia-Mikrokokken und Treponema-Bakterien an der gesamten Bakterienpopulation im Mund sichtbar erhöht.

Montag, 17. Mai 2010

Wie nimmt Mann ab?

Die Zeiten, in denen Männer selbstbewusst ihre Bierbäuche mit sich herumtragen konnten, sind definitiv vorbei. Das Bild der idealen Männerfigur hat sich verändert. Schlanke Figur und Waschbrettbauch sind zu Attributen männlicher Schönheit geworden. Gesellschaftlich immer weniger akzeptiert, hat Mann begonnen abzuspecken, allerdings nicht nur der guten Figur halber. Die männliche Körperfülle ist, verglichen mit der weiblichen, für die Gesundheit in besonderem Maß problematisch. Fett ist eben nicht gleich Fett. Während Mann seine Fettzellen bevorzugt am Bauch ansetzt, findet sich bei Frauen das Übergewicht eher an den Hüften und Oberschenkeln wieder. Das Bauchfett (viszerales Fett) ist jedoch nicht nur optisch ein No Go, es findet sich auch im Inneren des Körpers. Dort umhüllt es Organe wie Herz, Leber und Bauchspeicheldrüse, setzt Hormone und Botenstoffe frei, die ihrerseits Arteriosklerose, Bluthochdruck und Diabetes begünstigen.

Dicke Kinder neigen zum Schnarchen

Nicht nur Erwachsene mit Adipositas haben ein erhöhtes Risiko für Schnarchen. Einer aktuellen italienischen Studie zufolge gilt das auch für Kinder.

Forscher von der Universität Bari haben 809 Kinder im Alter von im Mittel 7,3 Jahren untersucht (Chest 2010; 137 (5): 1085). Fünf Prozent der Kinder schnarchten regelmäßig, und 17 Prozent taten dies gelegentlich. Außerdem hatten knapp zwei Prozent aller Studienteilnehmer ein sogenanntes obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS). Acht Prozent aller Kinder waren adipös und 15 Prozent übergewichtig. Die Rate der regelmäßigen Schnarcher war bei adipösen Kindern signifikant höher als bei über- und normalgewichtigen (13 versus sechs versus fünf Prozent). Auch die OSAS-Rate war bei adipösen Kindern erhöht.

Sonntag, 16. Mai 2010

Nebenwirkungen von "Magenschutz" unterschätzt

Magenmedikamente steigern Gefahr von bakteriellen Infektionen und Frakturen - Forscher für zurückhaltendere Verordnung
Chicago - Ärzte sollten Medikamente zur Senkung der Magensäureproduktion zurückhaltender verschreiben. Die sogenannten Protonenpumpenhemmer steigern bei Patienten das Risiko für bakterielle Infektionen und bei älteren Frauen die Wahrscheinlichkeit für Frakturen, wie verschiedene Studien belegen. Zudem kritisieren die Mediziner, die Mittel würden viel zu häufig jenseits ihrer eigentlichen Anwendungsgebiete eingesetzt.Protonenpumpenhemmer zählen in den USA wie auch in Deutschland zu den meist verordneten Medikamenten. Sie werden gewöhnlich bei chronischem Sodbrennen, Entzündungen der Speiseröhre oder Magengeschwüren verschrieben. Aber schätzungsweise die Hälfte bis zwei Drittel der Verordnungen richten sich in den USA gegen andere Probleme wie etwa Verdauungsstörungen.

Samstag, 15. Mai 2010

Vergessene Tupfer im Bauch

Penible Zählkontrolle und klare Zuständigkeiten im OP-Team verhindern unerwünschte Fremdkörper im Patienten
Berlin - 2.000 mal pro Jahr geschieht es allein in Deutschland, dass Chirurgen oder OP-Schwestern im Körper eines Operierten einen Gegenstand vergessen und einnähen. Das ist zwar angesichts der hohen Zahl von Operationen äußerst selten, doch steht für die betroffenen Patienten die Gesundheit oder sogar das Leben am Spiel. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) liefert nun eine Anleitung für Spitäler, wie solche Fehler am besten ausgeschlossen werden können.
(der standard)

Freitag, 14. Mai 2010

Kosmetikindustrie verkauft Träume

Luzern - Biologische Grundstoffe halten immer mehr Einzug in die Schönheitsbranche. Die Hersteller reagieren damit auf die Forderung der Kunden, Produkte mit geringem Allergierisiko bereitzustellen. Andererseits gibt es ein Wettrennen um den noch unergründeten Pool, den die Natur an Wirkstoffen bietet. Das erklärt Judith Huber, Inhaberin der Schweizer Kosmetiklinie de Clars , die seit Herbst 2009 mit Anti-Aging-Produkten erfolgreich auf dem Markt aktiv ist. Die Expertin schildert, wie die Kosmetikindustrie mit dem Dilemma zwischen Anspruch und Wirklichkeit umgeht.Veränderungen im Angebot der Schönheitsprodukte waren stets eng mit dem Fortschritt der Hautforschung verbunden. Sobald neue Faktoren bekannt wurden, die die Hautalterung positiv oder negativ beeinflussen - seien es Feuchtigkeit, freie Radikale, Vitamine, Prozesse rund um die Teilung und Lebensdauer der Zelle oder Transportmechanismen - reagierte die Kosmetikindustrie. "Das Ergebnis heute ist, dass Laien angesichts der Produkt- und Wirkungsfülle kaum mehr erkennen können, was nun wirklich wichtig ist", berichtet Huber.

Angstlöser aus Baldrian

Neue Wirkstoffe in Ableitung aus der Natur- In Österreich leiden mehr als 800.000 Menschen an Angsterkrankungen
Wien - Ein Naturstoff aus Baldrian als Basis für neue angstlösende Wirkstoffe: Ein Forscherteam der Universität Wien synthetisiert neuartige potenzielle Wirkstoffe in Ableitung von Substanzen, die in der Pflanze enthalten sind. Das gemeinsame Ziel von Chemikern und Pharmakologen ist es, angstlösende Arzneistoffe zu entwickeln, die besser verträglich sind und weniger unerwünschte Wirkungen haben. In der aktuellen Ausgabe des British Journal of Pharmacology (BJP) werden Ergebnisse dazu publiziert.
(der standard)

Donnerstag, 13. Mai 2010

Nächtliche Qualen für "Beschnarchte"

Die Vorstellung, dass der Organismus nachts phasenweise auf das Atmen verzichtet, klingt beängstigend. Lebensbedrohlich ist dieser Zustand, den Mediziner als Schlafapnoesyndrom bezeichnen, in den meisten Fällen allerdings nicht. „Es ist sehr selten, dass die Sauerstoffunterversorgung im Gehirn zur akuten Lebensbedrohung wird", weiß Stefan Seidel, Neurologe an der Universitätsklinik für Neurologie am Wiener AKH. Kein Grund das Schlafapnoesyndrom auf die leichte Schulter zu nehmen, denn je häufiger der nächtliche Schlaf von diesen Atempausen zerhackt wird, desto höher ist auch das Risiko, dass die Gesundheit davon langfristig Schaden nimmt. „Diese Patienten neigen zu Gefäßverkalkungen und damit verbunden zu Schlaganfällen und Herzinfarkten", erklärt der Wiener Experte.(der standard)

Mittwoch, 12. Mai 2010

Nüsse - die Lipidsenker aus der Natur

Ein Forscherteam um Dr. Joan Sabatè aus dem kalifornischen Loma Linda hat jetzt die gepoolten Daten aller relevanten Interventionsstudien zum Effekt des Nüsse-Konsums auf Plasmalipide in einer Metaanalyse ausgewertet. Insgesamt 25 Studien, an denen 583 nicht mit Lipidsenkern behandelte Männer und Frauen mit normalen oder erhöhten Cholesterinwerten beteiligt waren, bildeten die Grundlage dieser Analyse (Arch Intern Med 2010; 170: 821)

Im Durchschnitt verzehrten die Probanden in den Interventionsgruppen der Studien 67 g Nüsse pro Tag. Im Vergleich zur Ernährung in den jeweiligen Kontrollgruppen führte der Konsum einer entsprechenden Portion Nüsse zu einer signifikanten Reduktion von Gesamt- und LDL-Cholesterin. Dabei nahmen die Gesamtcholesterinwerte im Mittel um 10,9 mg/dl (relative Reduktion: 5,1 Prozent) und die LDL-Cholesterinwerte um 10,2 mg/dl (relativ um 7,4 Prozent) ab. Der LDL-/HDL-Cholesterin-Quotient sank um 8,3 Prozent

Dienstag, 11. Mai 2010

Reha lohnt noch Jahre nach Schlaganfall

Bisher galt eine Rehabilitation hauptsächlich in den ersten sechs Monaten nach einem Schlaganfall als aussichtsreich. Doch jetzt ist belegt: Selbst noch Jahre später bessern sich motorische Defizite durch ein intensives Training, sei es Roboter-gestützt oder auf herkömmliche Art.Bei den 127 Patienten der Studie lag der Schlaganfall durchschnittlich knapp fünf Jahre zurück, bei einem sogar 24 Jahre. Die Forscher aus Providence hatten die Teilnehmer, die nach einem Schlaganfall vor mindestens sechs Monaten mittlere bis schwere Behinderungen am Arm zurückbehalten hatten, drei Gruppen zugeordnet: Zwei machten drei Monate lang dreimal wöchentlich je eine Stunde Bewegungstraining, die eine konventionell, die andere mit Roboter. Diese Geräte führen den Ober- und Unterarm bei wiederholten Bewegungen mit hoher Intensität. Die dritte Gruppe erhielt die übliche Betreuung mit Therapie je nach Bedarf (NEJM online).

Montag, 10. Mai 2010

Staub mit Mäusedreck birgt Gefahr von Infektionen

Dieses Jahr könnte es eine starke Hantavirus-Saison geben, befürchtet das Robert Koch-Institut (RKI). Bundesweit wurden dem RKI bis zum 28. April bereits 266 Erkrankungen gemeldet. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2009 waren nur 181 Hantavirus-Erkrankungen registriert worden. Hauptsächlich betroffen von den Infektionen sind die Schwäbische Alb, der Bayerische Wald, die Main-Spessart-Region sowie das Osnabrücker- und das Münsterland. Hantaviren sind mit vielen Subtypen in unterschiedlichen Regionen weltweit verbreitet. In Deutschland treten ganz überwiegend Viren vom Typ Puumala auf. Die Viren gehören zur Familie der Bunyaviridae. Sie werden bei der Inhalation von Staub - etwa aus Gartenhütten - übertragen, der mit Ausscheidungen von Mäusen oder Ratten kontaminiert ist, seltener auch durch Hautkontakt oder Nagetier-Bisse. Die Europa vorherrschenden Virustypen werden nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

50 Jahre Pille

Vor beinahe einem halben Jahrhundert, und zwar am 18. August 1960 war es soweit: In den USA kam die erste Anti-Baby-Pille auf den Markt. Knapp ein Jahr später, am 14. Juni 1961, kam in der damaligen Bundesrepublik das erste orale Kontrazeptivum in den Handel. Die Pille ist aktuellen Studien zufolge das beliebteste Verhütungsmittel in Deutschland, gefolgt vom Kondom.

Etwa 55 Prozent der 20- bis 44-jährigen Frauen verhüten mit der Pille, und bei den 20- bis 29-Jährigen sind es sogar 72 Prozent, wie die letzte Repräsentativerhebung zum Verhütungsverhalten Erwachsener der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigt. Auch bei Jugendlichen ist die Pille beliebt. So geben 87 Prozent der 14- bis 17-jährigen Mädchen an, schon einmal die Pille als Verhütungsmittel genutzt zu haben, wie die aktuelle Studie zur Jugendsexualität der BZgA zeigt. (dt.ärztezeitung)

Sonntag, 9. Mai 2010

Rausch und Ernüchterung

Der Flash ist der gleiche. Ob sie sich Heroin spritzen oder aufgelöstes Morphin, kommt für die meisten Drogensüchtigen auf das Gleiche heraus. Nur ist Heroin teurer und auch schwerer zu bekommen als "Substi", was an die 7000 User in Österreich bequem dank ihrer E-Card erhalten. Überall, wo sich die Szene trifft, werden die weißen Tabletten um 20 bis 35 Euro vertickt. Das ist ein Markt, für den sich auch das organisierte Verbrechen interessiert. Einzelne Ärzte, die Dealer mit Verschreibungen des begehrten Präparats versorgt haben, sind in Haft.Der erste Schuss wird in Österreich laut Streetworkern immer seltener mit verbotenem Heroin gesetzt und immer öfter mit dem von der Allgemeinheit bezahlten Medikament. "Wenn du als junger Mensch verrückt genug bist, dir etwas in die Vene zu jagen, nimmst du dann eher ein in Stanniol verpacktes Pulver, das dir ein Dealer hinhält, oder eine Tablette, die dir die Reinheit eines zugelassenen Arzneimittels suggeriert?", skizziert der Grazer Allgemeinmediziner Martin Sprenger die fatale Wahl. Er fürchtet, dass das hochgradig verfügbare Substitutionsmittel die Hemmschwelle zum Opiatkonsum gesenkt hat.

Samstag, 8. Mai 2010

Kein Stich mehr in den Finger

Zürich - Forscher der ETH Zürich haben ein Gerät entwickelt, das Diabetes Typ 1 in der Atemluft eines Menschen nachweist. Der Sensor liegt erst als Prototyp vor. Er könnte aber Diabetikern in Zukunft den täglichen Stich in die Fingerkuppe ersparen. Der Sensor misst die Konzentration von Azeton in der Atemluft, die bei Patienten mit Diabetes Typ 1 erhöht ist, teilte die ETH Zürich am Donnerstag mit.Der von einem Team um Sotiris Pratsinis vom Institut für Verfahrenstechnik entwickelte Sensor arbeitet so präzise, dass er den Azetongehalt in der Luft auf bis zu 20 ppb (Partikel pro Milliarde) genau feststellen kann. Gesunde Menschen atmen etwa 900 ppb Azeton aus, Diabetes-Patienten fast doppelt so viele.

Freitag, 7. Mai 2010

Babys im Bett besser schützen

Die Stressfaktoren Bauchlage, Überwärmung und Rauch erhöhen das Risiko für den plötzlichen Säuglingstod - Deutsche Stiftung Kindergesundheit klärt auf
München - Die Stiftung Kindergesundheit nennt sechs Ratschläge, die helfen, noch mehr Säuglinge vor dem Plötzlichen Kindstod zu bewahren. Seit die meisten Babys auf dem Rücken schlafen, gibt es weniger Kinder, die am Plötzlichen Kindstod versterben. Wichtig ist eine intensive Aufklärung über vermeidbare Risikofaktoren.Der Plötzliche Kindstod, auch Krippentod und Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) genannt, ist die häufigste Todesart bei Babys im ersten Lebensjahr. Gemeint ist damit der plötzliche und unerwartete Tod eines anscheinend gesunden Kindes im ersten Lebenshalbjahr, der meistens während des Schlafes oder im zeitlichen Zusammenhang mit Einschlaf- oder Aufwachphasen eintritt und bei dem auch nach einer gründlichen Untersuchung keine eindeutige Todesursache festgestellt werden kann.(der standard)

Donnerstag, 6. Mai 2010

Gefährlicher Cocktail aus dem Arzneischrank

Regensburg - „Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker" - der Gesetzgeber hat festgeschrieben, dass jede Arzneimittelwerbung mit diesem Hinweis versehen sein muss. Aber wer hält sich dran? Es wird geschluckt und eingenommen, was immer Heilung, Linderung oder Schutz vor Krankheit verspricht. Es gibt rund 20.000 verschreibungspflichtige Arzneimittel mit etwa 2000 verschiedenen Wirkstoffen in Deutschland, durchschnittlich 45 kommen jedes Jahr hinzu, meldet der deutsche Reportagedienst obx-medizindirekt. Frei verkäufliche Präparate eingeschlossen sind es sogar 60.000.

In Deutschland zugelassene Medikamente sind sicher. Sie müssen vor ihrer Freigabe einen langen Genehmigungsweg durchlaufen. Was nicht überprüft werden kann, ist die Wechselwirkung der unterschiedlichen Wirkstoffe. „Problematisch ist es, wenn Patienten viele Medikamente auf einmal einnehmen. Von verschiedenen Ärzten verordnet, von der Apotheke, vom Heilpraktiker, im Supermarkt um die Ecke gekauft. Doch die Wechselwirkung von Arzneien kann lebensgefährlich sein", sagt der Mediziner Hans Dieter Klimm. Fachleute sprechen von jährlich 30.000 Todesfällen durch Arzneimittelwechselwirkungen.(der standard)

Säureattacke auf der Schmelzoberfläche

Zähne, Zahnbelag, Zucker und Zeit - Alles was die Karies zum Leben braucht und was sich in den Mundhöhlen von 90% aller Erwachsenen weltweit auch findet. Jedes zweite sechsjährige Kind ist von der Erkrankung betroffen. Dem katastrophalen globalen Zahnstatus zum Trotz, peilt die WHO 80 Prozent Kariesfreiheit aller 6-jährigen Kinder bis ins Jahr 2020 an.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Potenzschwäche bei überaktiver Blase häufig

Männer mit überaktiver Blase haben vermehrt eine erektile Dysfunktion. US-Forscher aus Chapel Hill haben in einer Fall-Kontroll-Studie 502 Teilnehmer mit Harndrang und eine gleich große Gruppe ohne diese Symptome verglichen (J Sex Med 2008, 5: 2904). Das Ergebnis stellte Universitätsdozent Stephan Madersbacher beim Uro Update in Düsseldorf vor: Männer mit überaktiver Blase gaben um die Hälfte häufiger Potenzschwäche, verminderte sexuelle Aktivität und Zufriedenheit an. Bisher sei der Zusammenhang zwischen Blasen- und Sexualstörungen kaum untersucht, bedauerte der Experte.(ärztezeitung de )

Dienstag, 4. Mai 2010

Chronischer Schlafmangel macht dick

Dass bereits eine schlaflose Nacht ein signifikantes Risiko für Leben und Gesundheit des Betroffenen bedeuten kann, belegen die vielen Verkehrs- und Arbeitsunfälle, die auf Übermüdung infolge von Schlafmangel zurückzuführen sind. Untersuchungen hätten darüber hinaus ergeben, dass eine durchwachte Nacht Probanden in Fahrsicherheitstests ähnlich schlecht abschneiden lasse wie ein Promille Alkohol im Blut, so Professor Jürgen Zulley aus Regensburg.Chronischer Schlafmangel erhöht aber nicht nur das Unfallrisiko sondern macht auch anderweitig krank, sagte Zulley auf einer Veranstaltung des Komitees Forschung Naturmedizin e.V. (KFN) in München. So gibt es etwa Befunde, wonach bei andauernden Schlafstörungen über eine deregulierte Freisetzung von Wachstumshormonen das Altern beschleunigt wird und die Wundheilung verlangsamt ist.(ärztezeitung de )

Montag, 3. Mai 2010

Brennende Augen am Monitor

Tage mit zwölf Stunden am Monitor sind keine Seltenheit", berichtet Elektronikstudent Wolfgang H. Insbesondere wenn sich mehrere Tage intensiver Bildschirmarbeit aneinander reihen, bekommt er das deutlich zu spüren. Das Spektrum der Beschwerden, unter denen H. leidet, reicht von geröteten Augen über das Gefühl von Trockenheit und Kratzen bis zu erhöhter Kurzsichtigkeit. "Das Befeuchten der Augen mit Wasser oder intensives Blinzeln verbessern die Situation nicht. Nur einige Tage ohne Bildschirmarbeit tragen zur Regeneration bei."Wenn bei langem, eintönigem und angestrengtem Schauen die Augen trocken werden, kann das sogenannte Office Eye-Syndrom dahinter stecken", erklärt Otto Schmut, Biochemiker an der Universitäts-Augenklinik der Medizinischen Universität Graz. Das Office Eye-Syndrom fällt in das Krankheitsbild "Trockenes Auge" oder "Sicca Syndrom" (lat. "trocken"). Grundsätzlich lassen sich mehrere Auslöser unterscheiden: eine zu geringe Produktion, eine veränderte Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit, oder aber ein verminderter Lidschlag. Die jeweiligen Ursachen sind vielfältig. Diabetes, Allergien oder Schilddrüsenerkrankungen könne ebenso trockene Augen verursachen, wie die Einnahme diverser Medikamente. (der standard)

Sonntag, 2. Mai 2010

Zuviel B-Vitamine sind Gift für Diabetiker

Eine Arbeitsgruppe um den Nephrologen Dr. David Spence aus London im kanadischen Bundesstaat Ontario wollte in einer randomisierten, kontrollierten Studie die Hypothese überprüfen, dass eine Behandlung mit B-Vitaminen, die den Homocystein-Spiegel senkt, die Progression der diabetischen Nephropathie bremst. Dazu sind 238 Patienten mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes und manifester Proteinurie im Mittel 32 Monate lang mit einem Mix aus B-Vitaminen (Folsäure, Vitamin-B6 und -B12) in hoher Dosierung oder Placebo behandelt worden.Die B-Vitamin-Behandlung führte wie erwartet dazu, dass der initial erhöhte Homocystein-Plasmaspiegel (Ausgangswert: 15,5 μmol/l) gesenkt wurde.
Völlig unerwartet war dagegen die damit assoziierte Veränderung der Nierenfunktion bei den Studienteilnehmern: In beiden Gruppen kam es zu einem Abfall der glomerulären Filtrationsrate (GFR). Aber: In der B-Vitamin-Gruppe war die renale Funktion signifikant stärker reduziert als in der Kontrollgruppe, die statt B-Vitaminen Placebo erhalten hatte.

Eiweißreiche Ernährung kann Beginn der Pubertät beschleunigen

Schon Dreijährige bilden in der Nebenniere Geschlechtshormone. Diese können je nach Menge den Beginn der Pubertät um bis zu 18 Monate nach vorne verlagern. Das zeigen Wissenschaftler des Forschungsinstituts für Kinderernährung der Universität Bonn in Kooperation mit Giessener und Heidelberger Kollegen. Ihren Ergebnissen zufolge kann auch eine eiweißreiche Ernährung den Beginn der Pubertät beschleunigen.Kinder produzieren bereits ab dem dritten Lebensjahr steigende Mengen an Geschlechtshormonen. Diese werden fast ausschließlich in der Nebenniere gebildet, also dem Organ, das auch für die Ausschüttung der Stresshormone Cortisol, Cortison und Adrenalin zuständig ist. Sie wirken wie schwache männliche Geschlechtshormone (Androgene). Sie werden im Körper aber auch zu weiblichen Geschlechtshormonen (Östrogenen) umgewandelt. Der Beginn dieser Androgenproduktion in der Kindheit wird als Adrenarche bezeichnet. Aufgrund fehlender Langzeit-Untersuchungsdaten an gesunden Kindern nahm man bisher an, Nebennierenandrogene spielten keine nennenswerte Rolle für das Pubertäts-Timing.

Sport vertreibt die Angst chronisch Kranker

Etwas Sport hat in Studien bereits schon die Kognition chronisch Kranker verbessert und die Fatigue gelindert. Jetzt liefern US-Ärzte noch einen weiteren Grund, solche Patienten zu mehr Bewegung zu motivieren: Auch Ängste verschwinden. Das könnte sowohl die Lebensqualität steigern als auch die Compliance für die jeweilige Therapie verbessern, vermutet ein Team um Dr. Matthew Herring aus Athens in Georgia.

Die Forscher hatten 40 Studien mit insgesamt knapp 3000 chronisch Kranken ausgewertet, in denen die Effekte von körperlichem Training wie Aerobic, Nordic Walking oder Gewichtheben unter anderem auch auf Ängste geprüft wurden. In 66 von 75 einzelnen Auswertungen - das sind knapp 90 Prozent - gingen bei regelmäßigem Training Angstzustände und Nervosität deutlich stärker zurück als in den nicht trainierenden Kontrollgruppen.

Insgesamt reduzierten sich die Angstsymptome auf Angstskalen im Schnitt um 20 Prozent. Am stärksten war der Effekt, wenn die Teilnehmer länger als 30 Minuten am Stück trainierten. Überraschenderweise zeigten Trainingsprogramme mit einer Dauer von drei bis zwölf Wochen einen größeren Nutzen als längerfristige Programme. Vermutlich, so die Forscher, ist die Abbrecherquote bei längeren Programmen höher

Samstag, 1. Mai 2010

Mammographie Ja oder Nein?

Ausgehend von der erschütternden Tatsache, dass weltweit jede achte Frau im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert wird, herrscht zumindest in einem Punkt Einigkeit in der Fachwelt: Der gefährlichen Krankheit gehört der Kampf angesagt. Mit der Früherkennung als diagnostisches Tumor-Identifikationsverfahren wurde ein probates Mittel gefunden. Neben der möglichen Anwendung schonender Behandlungsmethoden bringt Früherkennung die größtmöglichen Chancen auf Heilung. Die meisten EU-Länder bedienen sich seit einigen Jahren einer Screeningmethode, um bösartigen Veränderungen im Brustgewebe frühzeitig auf die Schliche zu kommen. Ein standardisiertes Verfahren, dass zur Steigerung des eigenen Gesundheitsbewusstseins und der Selbstkompetenz, Frauen ab 50 jährlich zur Mammographie einlädt. In Österreich ist das Einladungsprogramm derzeit noch Zukunftsmusik. Usus hierzulande ist die sogenannte opportunistische Mammografie, bei der Frau auf Empfehlung des Arztes, oder auch nicht, darüber entscheidet ob und wann sie ihre Brüste einer Mammografie unterzieht. Auf der Überweisung steht dann eine „Verdachtsdiagnose", damit die Krankenkassen die Kosten für die Untersuchung bezahlen. Ein flächendeckendes Brustkrebsscreening ist in Österreich für heuer geplant