Dienstag, 25. Mai 2010

Elterliche Bildung als Risikofaktor

Wien - Die Bildung der Eltern könnte einen Risikofaktor für Neurodermitis bei Kindern darstellen. Bei der Untersuchung von mehr als 23.000 oberösterreichischen Schulkindern im Zeitraum von 1995 bis 1997 und 2001 bis 2003 haben Wissenschafter der Medizinischen Universität Wien (MUW) einen "auffallenden Zusammenhang" zwischen dem Bildungsniveau der Eltern und dem Auftreten des Hautleidens bei den Kindern festgestellt, und zwar unabhängig vom Auftreten der Erkrankung bei den Eltern, teilte die MUW am Dienstag in einer Aussendung mit.

Zwischen den beiden Untersuchungszeiträumen wurde bei den Kindern - sämtliche Volksschulkinder der 1. und 2. Klasse in Oberösterreich - eine Steigerungsrate der Neurodermitis um mehr als zehn Prozent beobachtet. Gleichzeitig konnte eine ähnliche Steigerung beim Bildungsniveau der Mütter festgestellt werden. Der Zusammenhang ist laut MUW statistisch signifikant, sodass die Wissenschafter bei der elterlichen Bildung von einem "unabhängigen Risikofaktor für Neurodermitis" sprechen. Beweisen lasse sich diese Hypothese allerdings mit solchen Querschnittsstudien nicht, dafür wären Kohortenuntersuchungen notwendig, erklärte Studienleiter Gerald Haidinger vom Zentrum für Public Health der MUW.

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