Montag, 10. Mai 2010

Staub mit Mäusedreck birgt Gefahr von Infektionen

Dieses Jahr könnte es eine starke Hantavirus-Saison geben, befürchtet das Robert Koch-Institut (RKI). Bundesweit wurden dem RKI bis zum 28. April bereits 266 Erkrankungen gemeldet. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2009 waren nur 181 Hantavirus-Erkrankungen registriert worden. Hauptsächlich betroffen von den Infektionen sind die Schwäbische Alb, der Bayerische Wald, die Main-Spessart-Region sowie das Osnabrücker- und das Münsterland. Hantaviren sind mit vielen Subtypen in unterschiedlichen Regionen weltweit verbreitet. In Deutschland treten ganz überwiegend Viren vom Typ Puumala auf. Die Viren gehören zur Familie der Bunyaviridae. Sie werden bei der Inhalation von Staub - etwa aus Gartenhütten - übertragen, der mit Ausscheidungen von Mäusen oder Ratten kontaminiert ist, seltener auch durch Hautkontakt oder Nagetier-Bisse. Die Europa vorherrschenden Virustypen werden nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

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