Sonntag, 2. Mai 2010

Zuviel B-Vitamine sind Gift für Diabetiker

Eine Arbeitsgruppe um den Nephrologen Dr. David Spence aus London im kanadischen Bundesstaat Ontario wollte in einer randomisierten, kontrollierten Studie die Hypothese überprüfen, dass eine Behandlung mit B-Vitaminen, die den Homocystein-Spiegel senkt, die Progression der diabetischen Nephropathie bremst. Dazu sind 238 Patienten mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes und manifester Proteinurie im Mittel 32 Monate lang mit einem Mix aus B-Vitaminen (Folsäure, Vitamin-B6 und -B12) in hoher Dosierung oder Placebo behandelt worden.Die B-Vitamin-Behandlung führte wie erwartet dazu, dass der initial erhöhte Homocystein-Plasmaspiegel (Ausgangswert: 15,5 μmol/l) gesenkt wurde.
Völlig unerwartet war dagegen die damit assoziierte Veränderung der Nierenfunktion bei den Studienteilnehmern: In beiden Gruppen kam es zu einem Abfall der glomerulären Filtrationsrate (GFR). Aber: In der B-Vitamin-Gruppe war die renale Funktion signifikant stärker reduziert als in der Kontrollgruppe, die statt B-Vitaminen Placebo erhalten hatte.

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