Montag, 14. Juni 2010

Eine anders gestrickte Wahrnehmung der Welt

Autistische Kinder gelten in der Regelschule als Störfaktoren - Durch gezielte Förderung könnte die Entwicklungsstörung aber gemildert werden
Mit dem weltweiten "Autistic Pride Day" am 18. Juni fordern Autismus-Aktivisten gesellschaftliche Akzeptanz für Menschen mit autistischer Wahrnehmung. Sie sollen "als einzigartige Individuen" gesehen und nicht pathologisiert werden. Das ist das Ziel. Denn: In einer Regelschule gelten autistische Kinder eher als untragbar denn als einzigartig. Sie werden meist aus Hilflosigkeit und Unwissenheit in Sonderschulen untergebracht. "Es gibt Klassen, in denen ausschließlich autistische Kinder sind", kritisiert Ruth Renée Kurz, Generalsekretärin der Österreichischen Autistenhilfe. "Mehr als kontraproduktiv" sei das, "denn diese Kinde haben ein enormes Entwicklungspotenzial." Je früher man sie in die Gesellschaft einbindet und ihnen damit ermöglicht, das Verhalten anderer wahrzunehmen, umso größer sei die Chance zur positiven Entwicklung.

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