Dienstag, 22. Juni 2010

Vorzeitiger Samenerguss häufigste Sexualstörung

Weit verbreitet, aber wenig thematisiert - neuer Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer soll das kurze Vergnügen verlängern
Pörtschach - Rasches Service ist gut, Fast Food in aller Munde und Datenübertragungen müssen auch immer rascher werden - aber schneller ist nicht immer besser. Beim Sex entsteht ein Problem: Durch die Ejaculatio praecox, den frühzeitigen oder vorzeitigen Samenerguss kommt es innerhalb von ungefähr einer Minute des eigentlichen Geschlechtsverkehrs - und bevor es die Beteiligten wünschen - zur Ejakulation. "Dies stellt für den Mann, aber besonders für dessen Partnerin eine deutliche Verschlechterung des Liebeslebens dar", schilderte der Salzburger Urologe und Androloge Andreas Jungwirth auf der Sommerakademie der Apothekerkammer in Pörtschach.
Im Gegensatz zu den erektilen Dysfunktionen sei der vorzeitige Samenerguss keine Frage des zunehmenden Alters, erklärte Jungwirth: "Er manifestiert sich meist mit Beginn sexueller Aktivitäten und besteht bei Nichtbehandlung bis ins höhere Alter fort." Hintergrund dürfte ein gestörtes Zusammenspiel zwischen dem Ejakulationsreflexzentrum im Rückenmark und den inhibierenden Steuerungszentren im Gehirn sein, wobei offenbar ein Mangel an Serotonin in diesen Zentren ausschlaggebend ist.

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