Dienstag, 8. Juni 2010

Wenn harmlose Hefepilze bösartig werden

Genetische "Ampel" für gefährliche Pilze - Neue Strategie beim Therapieansatz
Candida albicans ist ein im Grunde harmloser Hefepilz, der bei rund drei Viertel aller gesunden Menschen nachgewiesen werden kann. Unter bestimmten Bedingungen verändert er sich jedoch und kann schwerwiegende, oft auch tödlich verlaufende Erkrankungen verursachen. Auf neue Erkenntnisse auf dem Gebiet machten Forscher der MedUni Wien in einer Aussendung aufmerksam. Die Arbeitsgruppe von Karl Kuchler an der MedUni Wien konnte nun in einer Arbeit zeigen, wie der Pilz seine Virulenz steuert, und damit eine völlig neue Strategie beim Therapieansatz finden
Pathogene Pilze können bei Patienten mit einem geschwächten Immunsystem außerordentlich bösartige und häufig sogar tödliche Infektionen der Haut, Schleimhäute und den inneren Organen verursachen. Weltweit werden alljährlich mehr als sechs Milliarden Euro für antifugale Medikamente ausgegeben, und die Gesamtkosten für die medizinische Behandlung von Erkrankungen durch pathogene Pilze übersteigen dreistellige Milliardenbeträge. Die Pilze selber sind dabei - wie auch Candida albicans - häufig sehr weit verbreitet und an sich harmlos.

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