Freitag, 30. Juli 2010

Schwere Komplikationen sind selten

Probleme vor allem nach Magenbypass-Operationen - Erfahrung der Chirurgen entscheidend
Chicago - Immer mehr Menschen mit krankhaftem Übergewicht lassen sich den Magen verkleinern. Bei diesen bariatrischen Operationen kommt es einer Studie zufolge nur selten zu gravierenden Komplikationen. Probleme treten demnach allerdings vor allem in jenen Kliniken auf, deren Mitarbeiter wenig Erfahrung mit solchen Eingriffen haben.
Magenverkleinerungen sind in den USA inzwischen die zweithäufigste Bauchoperation. Die Sicherheit der Eingriffe untersuchten Forscher der Universität von Michigan anhand der Daten von über 15.000 Patienten, die sich in 25 Kliniken einem der drei gängigsten Verfahren unterzogen Magenband, Schlauchmagen oder Magenbypass.

Mit dem Magenband schnüren Chirurgen den Eingang zum Magen mechanisch ab. Beim Schlauchmagen entfernen Ärzte der Länge nach eine Hälfte des Organs. Beim Magenbypass wird der Weg der Nahrung von der Speiseröhre direkt zum Dünndarm umgeleitet.

Wenig Probleme bei Magenband

Insgesamt erlitten 7,3 Prozent der Patienten Probleme, meist jedoch kleinere Komplikationen wie etwa Störungen bei der Wundheilung. Das Risiko für schwere Nebenwirkungen hing vor allem vom verwendeten Verfahren ab. Derartige Schwierigkeiten entwickelten 3,6 Prozent der Bypass-Patienten, 2,2 Prozent nach einer Schlauchmagen-Operation und knapp ein Prozent nach Einsetzen eines Magenbands.

Allerdings hing die Gefährdung wesentlich von der Erfahrung der Krankenhäuser und Chirurgen ab, wie die Mediziner im "Journal of the American Medical Association" schreiben. In Kliniken, die derartige Operationen häufig anwendeten, war das Risiko für schwere Komplikationen nur halb so hoch wie in jenen Einrichtungen, die solche Eingriffe eher selten vornahmen.
(Quelle: der Standard)

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