Samstag, 14. August 2010

Depressive riechen weniger gut

Psychologische Störungen führen zum Schrumpfen der Riechkolben
Dresden - Ein Forscherteam der Technischen Universität Dresden hat entdeckt, dass Depressive ihren Geruchssinn verlieren. Dieser Verlust basiert den jüngsten Untersuchungen zufolge auf Veränderungen im Gehirn, denn das dortige Riechzentrum bildet sich zurück. Das könnte auch erklären, warum so viele psychologische Störungen den Geruchssinn stören. In Zukunft könnte diese Erkenntnis für die Entwicklung neuer Therapien oder Medikamente verwendet werden.
"Wir haben entdeckt, dass bei Depressiven die Riechkolben (Bulbus olfactorius) am Ende der Riechnerven deutlich vermindert waren und weniger pluripotente Zellen im Mittelhirn vorhanden waren. Das bedeutet auch, dass diese Hirnregion weniger plastisch war als bei Nicht-Depressiven", so Studienleiter Thomas Hummel vom Arbeitsbereich Riechen und Schmecken. Neben Geruchstests hatten die Forscher auch im Magnetresonanztomographen MRT Untersuchungen an insgesamt 42 Probanden gemacht.
(Quelle: der standard)

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