Montag, 9. August 2010

Kaltes klares Wasser fürs Immunsystem

Es muss nicht immer Hightech sein. Kneippen ist eine altes Kurprinzip, das den Organismus in Schwung hält. Reiztherapie nennt es die Schulmedizin, wenn der Körper durch Wickel, Bäder und Güsse stimuliert wird
Der Wanderer, der seine müden Füße im kalten Gebirgsbach erfrischt. Die sorgende Großmutter, die dem fiebernden Enkel Essigpatscherl anlegt. Der Maturant, der seine Ohrläppchen mit kaltem Leitungswasser kühlt, um seine Konzentration zu sammeln. Sie alle kneippen.
Spricht der Volksmund vom Kneippen, wird meist ans "Wassertreten" oder an "Wechselbäder" gedacht. Kur-Teilnehmer werden vorgestellt, die im Storchenschritt in eiskalten Becken herumwaten oder abwechselnd die Füße im kalten und warmen Wasserbad baumeln lassen. Tatsächlich sind die Wasseranwendungen in der Lehre des Sebastian Kneipp sehr wichtig - doch sie sind nur ein Teil eines größeren Ganzen. Der deutsche Pfarrer aus dem 19. Jahrhundert brachte eine umfassende Lebensphilosophie zu Papier.
(Quelle: der standard)

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