Samstag, 28. August 2010

Kleinkinder sind psychologische Naturtalente

Auch statistische Fähigkeiten bei der Bildung von Empathie beteiligt
New York/Zürich - Schon kleine Kinder sind Profis darin, Wünsche, Vorlieben und Gefühle anderer zu erraten. Wie sie das lernen, war bisher noch wenig bekannt. Emotionen und Worte ihres Umfeldes spielen dafür eine Rolle, jüngste Forschungen zeigen aber, dass auch viel kompliziertere Prozesse beteiligt sind. "Bereits Babys verwenden höhere Statistik", berichten Psychologen der Cornell University im Fachblatt "Psychological Science".

Babys untersuchen Wahrscheinlichkeiten

In Experimenten beobachteten die Forscher Kinder unter zwei sowie Kinder zwischen drei und vier Jahren. Ihre kleinen Probanden sahen zu, wie Erwachsene Spielsachen aus einer Box suchten und damit spielten. Dann wurden die Kleinen aufgefordert, den Erwachsenen Spielzeuge zu geben, die diese ihrer Meinung nach gerne haben würden.

Waren die gewählten Spielzeuge sehr selten in der Kiste zu finden, so schlossen die Kinder darauf, dass die Erwachsenen diese besonders gern mögen - und umgekehrt. Waren hingegen nur Spielzeuge des gewählten Typs in der Kiste, so gingen die Kinder bloß nach dem Zufallsprinzip vor. Was sich einfach anhört, ist eine komplexe psychologische Methode namens "nicht-zufällige Stichprobenziehung" (non-random sampling).
(Quelle: der Standard)

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