Montag, 16. August 2010

Über allen Gipfeln ist Ruh

Reden, reden, immer reden: Wer sich davon erholen will, schweigt im Urlaub. Als Reinigung, Läuterung und Selbstfindung hat es alte religiöse Wurzeln. Nach einer Woche Meditation sieht auf alle Fälle vieles ganz anders aus
Die letzten Worte werden am Tag der Anreise gesprochen. Der Zen-Lehrer erklärt, wie die nächsten sechs Tage ablaufen werden. Es geht ums Aufstehen, die Essenszeiten, die Wanderungen. Jeder sucht sich einen Platz im Meditationsraum aus, wo er vom folgenden Tag an seinen Platz einnehmen wird. Nach dem gemeinsamen Abendessen wird früh ins Bett gegangen.
Ein Gong wird die Teilnehmer der Schweigewoche am nächsten Tag wecken, um sechs Uhr früh wird man zusammenkommen, sich aufrecht und gerade im Schneidersitz auf seinen Platz setzen und dann gegen die Wand schauen. 25 Minuten, dann fünf Minuten gehen, dann wieder 25 Minuten sitzen, dann wieder gehen. Bis zu 13-mal pro Tag wird sich dieses Ritual wiederholen. "Es geht darum, sich in dieser Stille ganz auf sich selbst zu konzentrieren, dabei auf den eigenen Atem zu achten und innerlich zur Ruhe zu kommen", sagt Zen-Lehrer Dieter Christoph Singer. Dazwischen werden die Mahlzeiten eingenommen.
(Quelle:der standard)

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