Sonntag, 15. August 2010

Wenn Milchzucker den Darm reizt

Häufig in Asien, selten in Europa: Bei Verdauungsstörungen kann eine Milchzucker-Unverträglichkeit dahinterstecken
Regensburg - Die wenigsten ahnen, dass gar keine Infektion dahinter steckt. Sie schreiben ihre regelmäßigen Durchfälle auf das Konto von Salmonellen, Choleraerregern oder der Amöbenruhr, dabei steckt häufig Milchzucker dahinter, den die Bevölkerung der meisten nördlichen Länder problemlos verträgt, teilt der Reportagedienst obx-medizindirekt mit. Die Milchzucker-Unverträglichkeit (Laktose-Intoleranz) verursacht Blähungen, Kopfschmerzen, Darmkoliken, Durchfall oder Übelkeit. Rund drei Viertel der erwachsenen Weltbevölkerung ist Laktose intolerant, nur die Bevölkerung einiger Regionen, wie das nördliche Europa, verfügt über eine Laktaseaktivität.

Warum viele von ihrer Intoleranz nichts wissen, kommt daher, dass Milchzucker eben nicht nur in Milch und Käse, Sahne und Topfen steckt, sondern auch häufig in Backwaren, Süßigkeiten, Pommes, Süßstofftabletten und vielen Medikamenten. Es ist also nicht ganz einfach, den Übeltäter zu meiden.
(Quelle: der Standard)

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